Social Media wird zunehmend wichtig. Und wie so oft verlieren gerade die großen Unternehmen den Anschluss, sie sind zu unflexibel. Es gibt keine IHK Kurse dazu und keinen Studiengang – aber genau diese Dinge erachten viele konservative Unternehmer immer noch für wichtig.
Aber die ersten Piloten hatten keine Ausbildung, und die ersten Pyramiden wurden von Architekten ohne Universitären Abschluss gebaut.
Warum sollte man als Unternehmen Social Media machen?
Die Welt verändert sich dauernd. Die digitale Welt noch viel schneller als die reale. Während es in den 50ern reichte telefonisch erreichbar zu sein musste man schon Bald ein Fax haben. Später kam die Homepage dazu. All diese Entwicklungen wurden gerne in Frage gestellt. Aber würde heute noch jemand sagen das Internet ist ein Spielplatz für Nerds und Geeks? Oder dass man ein Fax nicht braucht, weil man ja einen Brief schicken kann? Eher dass man das Fax nicht braucht, weil man ja ein PDF per Email schicken kann. So löst eine Technik eine andere ab und andere ergänzen sich. Das Thema der Zeit ist Social Media. Dort wird über alles geredet. Wenn man sich nicht selber dort präsentiert, werden dort andere über einen schreiben. Und dann hat man keinen Einfluss mehr darauf. Die Gefahr dass die digitale Reputation im Eimer ist ist gegeben.
Social Media und SEO?
Am anfang der Suchmaschinenoptimierung musste man nur viele Keywords haben. Man hat an das Ende der Seite ein paar Absätze mit den Kesywords gepackt und gut. Doch Google orientierte sich am Menschen. Sagt der Marktschreier er habe günstige Äpfel, so glaubt man ihm bedingt. Sagen die anderen Leute er habe günstige Äpfel, so glaubt man ihnen. Also wurden links wichtiger. Sie sind die Empfehlungen des Internets. Doch Links kann man kaufen oder tauschen. Dieses Link-Spam Problem nimmt zu und wir sehen einen Umbruch: Suchergebnisse werden Lokaler und Onsite und offsite Faktoren verändern sich. Will man in den SERPs oben stehen, so muss man inzwischen in Blogs, Lokalisierungsdiensten und der ganzen digitalen Welt vertreten sein.
Natürlich bleiben!
Das Soziale Netzwerk ist ein freundliches und freundschaftliches. Gestelzte Formulierungen und gekünstelte floskeln sollte man sich sparen. Man sollte sich vorstellen, man erzählt einem neuen Kollegen worum es geht. Das “du” ist völlig ok und man kann auch mal ein paar Wörter ausholen um den gesamten Kontext zu erklären.
Firmen-Blog
Warum soll ich bloggen? Alles langweilig! Wirklich? Ist eine Buchhandlung spannend? Die Verkäuferin findet das vermutlich nicht. Dennoch ist das Berlin Story Blog sehr beliebt. “Behind the scenes” bzw. “hinter den Kulissen” ist das Stichwort. Es gibt etliche TV Formate die sehr erfolgreich zeigen wie ein Restaurant, ein Schuhladen oder sonst was funktionieren. Das geht in jedem Unternehmen! Man muss der Welt nur sagen, was man den Tag lang tut. immer mit einem Blick auf das komische oder Obskure. Man kann über die gängigen Buchversender für Buchhandlungen z.B. auch Sekt (in Bücherkisten versendet) bestellen. Lustig oder? Genau solche fun facts wollen die Leute lesen. Man muss es ein bisschen machen wie die Sendung mit der Maus oder Willy wills wissen. Was passiert in dem Unternehmen? Gibt es neue Produkte oder Standorte? Ein Jubiläum vielleicht? Und was sagt das über das Unternehmen? Wenn man viel über sich erzählt ist man mit sich selbst im Reinen und ist offen das kommt gut an. Schreibt man z.B. über den Angestellten, der seit 40 Jahren dazu gehört, so zeigt das dass man ein guter Arbeitgeber sein muss. Und mit der Zeit macht Bloggen einfach Spaß. Es ist keine Weltraumtechnik, man sollte es nicht zu kompliziert machen. Einfach jeden Tag 10 Minuten ein paar Zeilen schreiben und gut!
Facebook
Über 500.000.000 Menschen sind bei Facebook. Frage beantwortet? Nun mal im ernst: Ein Medium über das die ganze Welt miteinander vernetzt ist, bei dem alle großen und kleinen Unternehmen vertreten sind und das die Medienlandschaft seit Jahren beschäftigt kann nicht unwichtig sein. Facebook ist der Kanal über den man so dicht an seine Zielgruppe kommt wie nur selten. Leute müssen sich aktiv, aber sehr einfach, für das Informationsangebot entscheiden. Alle ihre Freunde sehen, dass sie das Unternehmen mögen. Das Unternehmen kann ganz einfach kurze Beiträge streuen und das Feedback abwarten. Crowdsourcing über eine große Gruppe von Leuten die gerne etwas sagen. Besser als jede Umfrage unter wirren Bedingungen.
Man braucht dort eine Fanpage und eine Custom url, damit man unter facbook.com/NAME erreichbar ist. Eine schöne Grafik rein, ein kurzer Text und dann kann man noch RSS Graffitti installieren um die Blog-Inhalte auch auf der Facebook-Fanpage angerissen werden und man Kommentare bekommt. Ansonsten sollte man einfach auf jedes Feedback schnell reagieren. Für Lob bedanken. Für Kritik bedanken und fragen wie man es besser machen kann. Hat man Dauernervbold (auch bekannt als Trolle) so kann man diese auch einfach mal anschrieben und ihnen sagen, dass es so nicht geht. oft genug haben sie dann keine Lust mehr, sie fühlen sich als Individuum wahrgenommen und sinsd nicht mehr Pseudo-Anonym.
Gowalla/Foursquare/Facebook Places/Google Places
Es gibt viele Lokalisierungsienste bei denen man einen „Ort“ anlegen kann. Man kann dort „Freunde“ haben und denen mitteilen was man tut. Man legt also z.b. sein Ladenlokal an. Ein Nutzer kommt mit einem Smartphone vorbei und sieht „ahh hier gibt’s Ennos Bude“ und loggt sich dort ein. Seine Freunde sehen also, dass er bei mir war. Dies weckt hoffentlich die Neugier, sich nach meinem Unternehmen zu erkundigen. Man sollte überall mit allen Filialen vertreten sein, beobachten muss man es kaum.
YouTube
Hier gilt das gleiche wie für das Bloggen: Natürlich bleiben und einblicke geben. Man kann Funktionen im Unternehmen vorstellen oder den Leuten sagen, was man auf dem Gelände alles zu bieten hat. Oder man beleitet einfach mal einen Mitarbeite einen Tag lang. Alles in der Art kommt gut an.
Und was ist mit StudiVZ, Myspace, wer kennt wen, …?
Nun was soll damit schon sein? Sie fristen ihr Dasein am Ende der digitalen Welt. Ich würde dafür keine Arbeit investieren.
Viel Arbeit?
Es geht. Man braucht einen Mitarbeiter der sich darum kümmert und weiss was er tut. Dem gibt man einen VDSL Anschluss damit er auch keine stotternden YouTube Videos erleben muss und gibt ihm etwas Zeit. Social Media ist Marketing, also bitte keinen schnellen ROI erwarten!