Archive for December 2010

Wie seit rund 15 Jahren fahre ich zwischen den Jahren zum Chaos Communication Congress nach Berlin. Dieses schöne Event wird als das Jahrestreffen der Europäischen Hackerszene oder als CCC Jahrestreffen tituliert. Es ist eine große Party-Konferenz. Dieses Jahr unter dem Motto “27C3 – We come in peace!”

27C3 drei mal in den deutschen Twitter Trends

27C3 drei mal in den deutschen Twitter Trends

23.12.2010 Anfahrt
Ich wollte nach dem Tag im Büro noch schnell nach Berlin. Knapp 4h, kein Umsteigen, was soll passieren? HAHA! So einiges. Ich guckte noch schnell in meinem lieblings Smartphone nach ob der Zug verspätung hat. Nein, er viel aus. Und der danach auch. Und der IC auch. Also war ich so verzweifelt, dass ich die Hotline der deutschen Bahn anrief. Die sagten mir, dass auf der Süd-Trasse Köln-Hamm einfach keine ICE fahren heute und ich mit dem RE nach Hamm soll und da dann 14 Minuten übergang zum ICE habe. Klingt ok, immerhin gilt meine Reservierung dann noch. Wegen eingefrohrener Gleise wurden aus 30 Min Fahrzeit dann 50. Macht aber nichts, der ICE war noch nicht da. Der hatte satte 70 Minuten verspätung. Ich lief also zum letzten Waggon, weil das meiner sein sollte. Stieg erstmal ein uns sah mich um. Dazu muss man wissen, dass der Zug aus zwei ICE Zügen besteht die aneinander gekoppelt sind. Ich war im falschen Zugteil. Leider fuhr der Zug in umgekehrter Wagenreihung, aber niemand hatte etwas gesagt. Was tun? Durch den völlig überfüllten zug Kämpfen, den Zugteil wechseln und jemandem sagen dass ich an sich vor 2h und etwa 100km einen Anspruch auf diesen Sitzplatz hatte? Wohl kaum. Da ich eh in der ersten Klasse saßliess ich mich dort nieder. Nach einigem hin und her wurdend er Zugbegleiter und ich zwar keine Freunde, aber er akzeptierte meinen Platz dort. Er bot mir an in die 2. Klasse zu wechseln ich bot ihm an mich vom BGS räumen zu lassen und das auf ustream zu veröffentlichen. Kurz drauf wurde durchgesagt, dass es kostenloses Essen und trinken für alle gibt, so lange Vorrat reicht. Leider zog sich das Unlück weiter. Nachdem wir in Lerthe wegen einer zu evakuierenden SBahn erneut standen konnte ich die Umgebung im Schnee ansehen. Das ging prima, weil die Oberleitung gefrohren war und der Stromabnehmer der Lok ziemlich heftige Blitze verursachte. Leider fuhren weir kaum 150km/h, weswegen sich die Ankunftszeit immer weiter verschob. Ein mitfahrer berichtete mir gegen 23 Uhr in Wolfsburg, dass er um 14.48 den ICE in Köln nehmen wollte und seine Reise zuhause um 14 Uhr begann. In Wolfsburg heisst es, dass wir erst gegen ein Uhr in Berlin ankommen werden und sie behielten recht. Um 0:55 Uhr fuhren wir in Berlin Ostbahnhof ein. Wie gut dass ich es von da nur 1.5km weit habe und auch noch abgeholt wurde.

24.12.2010 Geschlossen getan
Der morgen begann gar grauselig, da ich schon um 10 Uhr aus dem Bett fiel. Ich machte mich auf den Kühlschrank rudimentär zu füllen und die letzten Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Da das BCC diesen Tag die Pforten nicht öffnen wollte beschäftigte ich mich mit Leuten die auf Twitter oder in den üblichen anderen Kanälen zum 27C3 fragen hatten und kochte für sieben Leute Weihnachtsessen. Da einige Post wegen des Eises nicht durch kamen musste ich auf ein paar Weihnachtsgeschenke verzichten. Ich werde es überleben denke ich. Berlin ist komplett eingeschneit, die Strassen sind zum Teil sehr glatt und ich sah mir im Internet die Fahrberichte der verschiedenen Leute an.

25.12.2010 Day -2
Draussen ist Schnee und Eis und im Intenet liest man von Leuten, die ihre Verzögerungenim Betriebsablauf mit einander vergleichen. Wie gut, dass ich 1.500 Meter zum BCC habe und einfach laufen kann.
Am und im BCC selber ist noch nicht viel los. Das Poc steht und ist funktional, wie immer. In der Lounge werden Pyramieden aufgebaut und im Hackcenter laufen Leute rum, die alles zurecht rücken. Business as usual. Den ganzen Tag über twittern Leute über ihre Anreise. Rekordhalter war glaube ich Thalunil mit 18.5h im Auto innrhalb Deutschland. Wir hätten einen highscore bauen sollen. Wir begannen dann die Anfragen zu sammeln und Leuten die Informationen über freie und geperrte Zug- und Autostreckenzur Verfügung zu stellen. Ab dem 26. sollte es dann den Travelservice am infodesk mit eigener Rufnummer geben.

26.12.2010 Day 0
Schon um neun war ich im BCC und besetzte den Infodesk. Am Vorabend und in der Nacht hatten wir schon rund 100 Reiseanfragen beantwortet, heute sollten es deutlich mehr werden. Es wurde kurz evaluiert wie man das über twitter regelt. Der offizielle @27C3 account sollte es wegen der Menge der Tweets nicht werden, also legten wir den @27c3live an. Wie immer wenn man etwas müde und in Eile tut, war das ganze zu kurz gedacht. Es gab etwas verwirrung, welcher account was tut. Tim brachte die Lösung und wir nannten uns @c3infodesk, was deutlich klarer war. Neben unzähligen Anfragen per twitter kamen seltene Anrufe rein. Aber es kamen alle an, nur fast alle verspätet. Dass der Account so viel Arbeit macht hätte ich vorher nicht erwartet. Über 200 tweets und 800 follower bisher zeigen klar, dass es die richtige Sache war :)

Gegen Mittag dann brauchte es einen halbwegs Ortskundigen mit Auto. Ich holte den Wagen ab und fuhr gen Rudow um ein paar zurückgebliebene Kabel zu holen. Bei dem Schnee dauert das eine ganze Weile.
Ein obskures Problem trat beim Netz bekommen auf: Machte man auf OSX 10.6 das Wlan an, bekam man eine Kernel Panic. Reproduzierbar auf vielen Geräten. Leider buchen diese sich ja auch ins Wlan sobald man rebootet. Also mussten einige Leute über den Alexanderplatz laufen bis sie ausser Reichweite waren um dann ihr Wlan wieder aus zu schalten. Was das Problem war bleib unklar, ich hörte nachher dass die Cisco Accesspoint einen Spectrum Analyzer drin haben, welcher komisch ebacons schickt(?!). Nun denn, es ging halt irgendwann wieder.

Den ganzen Tag rannten eifrige Engel rum, welche Arbeit suchten. So viele, dass es einfach nichts zu tun gab etappenweise. Unglaublich! Aber sehr schön.

27.12.2010 Tag 1
Der erste Tag und direkt mit 0daysuits. Nick Farr aus den USA hat Gerüchten zu Folge auch in der Sauna einen Anzug an. Also war der Deal: Hacker kommen im Anzug, Nick dafür in Baggy pants und mit einem Fetten Bling um den Hals. Es sah cool aus. Lustig auch der Dialog zweier Journalisten am Waschbecken: “So schlimm sind die doch gar nicht. Sehr viele sind echt ordentlich gekleidet“.

Nick Farr in baggys with bling at 27c3

Nick Farr in baggys with bling at 27c3

Ich hatte mal wieder Probleme mit dem Einbuchen meines Handies in das Lokale GSM Netz. Laforge wollte sich drum kümmern, doch dann ging es schon von Zuabeuerhand.

Das Bällebad in der Lounge Stand und !eof wollte es ownen. Inzwischen wissen wir: Es passen 10 Leute rein und man kann eine dicke Schlacht durch die ganze Lounge machen.

!eof im Bällebad (von kuehnast.com)

Abends machte der CCC-Dresden die Gameshow “Pentanews“. Die Fragen waren gut, die Joker besser! Es gab: 50% der falschen Antworten weg, Frage an jemand anderen geben, der “NEDAP” bei dem die Leute im Netz abstimmen durften und der “IRC” bei dem man einfach einen entsprechenden Irc channel sah. Der NEDAP Joker hatte ein paar bugs, man konnte auch Antworten wählen, die schon ausgeschlossen waren. Im IRC kam verdächtig oft das Wort “PENIS” als Figlet und Text. Aber er half mir letzten Endes zum Sieg. Danke nochmal für die IT-Crowd Staffeln 1-4 mit RPG Brettspiel, die ich als Gewinner des Abends erhielt!

28.12.2010 Tag 2
Früh morgends ging es los. Wir wollten ein paar Vorträge sehen. Doch wie das so ist: Man kommt zu nichts. Da ich aber eh erst nach fünf Jahren Congress besuch angefangen habe Talks zu sehen ist das kein großes Problem. Man kann sich den Tag gut mit anderen Leuten und deren Projekten beschäftigen. Meine GSM Karte nutze ich letzten Endes doch nicht, weil ich auch so genug mit meiner Technik zu tun hatte. Aber ausser um diesen Bericht zu tippen habe ich das Notebook nicht gebraucht. Viel Zeit ging dafür drauf die gewonnenen “The IT Crowd” DVDs zu gucken. Ich hatte zwar immer von gehört, aber es nie gesehen. Zum teil billig gemacht, aber dennoch lustig :) Gegen Abend gingen wir ins Alex wo uns unsere Verabredung rund 90 Minuten versetzte. Ein Hoch auf Twitter! Unser langeweile Hilferuf wurde von !eof und fem aufgeschnappt. Somit mussten wir nicht alleine Warten sondern schwelgten in Erinnerungen.

29.12.2010 Tag 3
Spät begaben wir uns zum Congress. Ich glaube gegen 13 Uhr waren wir da. Gerade noch rechtzeitig um zu kleinen AK Zensur demo zu gehen. Von über 10 Polizeiwagen gesichert zogen die 100(?) Leute eine Runde auf der Straße um den Alexanderplatz. Wie gut, dass auch unser eigenes Konflikt team dabei war *hust* und die Polizisten etwas irritierte. Wie immer bei diesen Demos fällt mir auf, dass es zwei Varianten von “Die Gedanken sind Frei” gibt. Die mit “es bleibet dabei” und die mir mehr zusagende “bei Pulver und Blei“. Zu Talks schafften wir es nicht, aber ich sah mir wieder die unmengen gelötetes an. Nach ein paar Versuchen hatte ich es damals aufgegeben zu Löten. Ausser meinen Fingern war danach nie etwas zusammen. Leider hatte ich noch eine längere Besprechung an diesem Tag, weshalb wir am Nachmittag wieder weg waren. Nach dem Meeting waren es -10 Grad draussen. Zur C-Base wäre es nur eine Strasse gewesen, aber ein Blick aus dem Fenster deutete darauf hin, dass Eisbäre den weg säumen würden. Also blieben wir drin und guckten den Stream. Ich versuchte derweil mein HTC Desire zu rooten und eine Custom Firmware zu installieren. Nach etwa 14 wirren HowTos hatte ich den Überblick verloren. Aber Martin war die Rettung! Ich musste nochmal ins BCC, dafür ging in den frühen Morgenstunden mein Desire mit neuer Firmware. An sich hatte ich alles richtig gemacht. Aber die neue Firmware hatte ich mit wget gezogen und die Checksumme nicht verglichen. Shame on me! Ich hatte eine 403-Seite runter geladen und versucht zu installieren.

30.12.2010 Tag 4
Wir mussten früher raus um noch etwas vom Tag zu haben. Zum Glück gibt es im Alex lecker Cuscus to go buden die das Frühstück sichern. Und wir sahen tatsächlich Talks! Grandios wie immer der Talk von MaHa über den Missbrauch der deutschen Sprache. Wir blieben im Saal 1 um “Jobs for Journlaists in 2050″ zu sehen. Eine Web-Journalisting, die schon zu gopher Zeiten im Netz unterwegs war. Woohaa! Immer hatten wir den Blick auf die Auskunft der Bahn um zu sehen, was uns blüht. Es hiess immer 15-25 Minuten verspätung. Das lässt ja hoffen!

Nachdem wir noch einige Vorträge gesehen hatten begaben wir uns zum Infodesk um den Abreisenden zu helfen. Flug- und Zugtickets ausdrucken, Zahlen für Costanzes Rede sammeln. Passend zum !eof Foto waren wir noch da. Gegen sechzehn Uhr dann die Abschiedrunde. Einmal tschüss bis zum Camp! AM Bahnhof angekommen deckten wir uns mit Essene in und futterten noch was. Dann die Frage ob der Zug kommt.

Bahn: “Jo, der fährt einteilig.
Enno: “Mein Zug fällt also aus und ich kann ihn ab Hamm Nutzen?
Bahn: “Ja.
Enno: “Und die reservierung verfällt?
Bahn: “Die können Sie sich erstatten lassen!.
Enno: “Aber ich habe in dem Zug keinen Sitzplatzanspruch?
Bahn: “Nein.
Enno: “Und wie kann ich mir die erstatten lassen?
Bahn: “Mit dem xyz-Formular.
Enno: “Können Sie mir das geben?
Bahn: “Ja..” *geb*
Enno: “Und damit kann ich mir beide reservierungen von uns erstatten lassen?!
Bahn: “Nein, da brauchen sie zwei Formulare *geb*.

ARGH! Ja nichts tun wonach man nicht explizit gefragt wurde.

Am Bahnsteig war die Ansage noch besser: “Der Zug wird heute in Hamm eingesetzt, Reisende mit Ziel…” aha. Jo muss ich ja nur bis Hamm und dann gilt sogar meine Reservierung für äähhh 11 Minuten. Zum Glück stiegen wir am Ostbahnhof in den leeren Zug und ergatterten zwei Plätze mit Strom und Tisch im “Handy” Bereich, der also eine gute UMTS Versorgung hat.

In Hamm mussten wir auf die andere Bahnsteigseite umsteigen und kamen mit 40 Minuten Verspätung an. Nicht optimal, aber unter den gegebenen Umständen völlig ok.

FEM Spenden!
Noch ein Aufruf zum Schluß: Man konnte in der ganzen Welt zuverlässig die Videos vom Congress sehen und kann sogar schon die ersten 27c3 Videos runterladen. FEM sind ein paar Leute an einer Uni, die kein Geld dafür bekommen. Das Equipment kostet aber Geld. Der Aufmerksame BWL Student wir gesehen haben: Denen fehlt Geld! Also spendet Bitte. Zu Peak-Zeiten haben 4.500 Leute die Streams geguckt. Spendet jeder dieser 4.500 Leute 5€ leben sie Equipmenttechnisch im Paradies. Wer also ein paar Euro über hat möge die über die FEM Spendenseite weiter geben.

27C3 Links
- 27C3 Videos der Voträge (werden nach und nach mehr)
- Richies 27c3 Bericht
- Annas 27c3 Bericht
- Rop über seine Keynote
- Tagesberichte auf Offiziere.ch
- Melles Tagesberichte
- Bits of freedom (English)
- Stefans Bericht (Tag 0+1)

Ältere Berichte dazu:
- 2010: 26C3 Here be Dragons
- 2009: HAR 2009
- 2008: 25C3 Nothing to Hide
- 2007: 24C3 volldampf vorraus!
- 2006: 23C3 who can you trust?
- 2003: Chaos Communication Camp 2003 (extern)
- 2002: HackTrain
- 2002: 19C3 out of Order
- 2001: Hackers at Large
- 2000: 18C3 Hacking is not a Crime

Wenn man nochmal das Jahr in lustigen Youtube Videos passieren lassen möchte solle man sich das hier ansehen.

Die vielen interaktiven Online Games in den sozialen Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ, MeinVZ  und den vielen anderen, werden Social Games genannt. Social Games darum, weil man zusammen mit seinen Freunden, die man eben bei den sozialen Netzwerken hat, gemeinsam spielt. So sieht man, wie die eigenen Freunde spielen und kann eben auch miteinander interagieren. Das bekannteste Social Game ist vermutlich FarmVille im Facebook Netzwerk, welches Social Media Experten zufolge bald von CityVille abgelöst werden könnte. Während man bei FarmVille eben einen riesigen Bauernhof errichten musste, solle es bei CityVille gleich eine ganze Stadt sein. In den VZ-Netzwerken ist der klare Sieger allerdings Frohe Ernte. Frohe Ernte ist ebenso wie FarmVille ein Spiel, bei dem der Spieler zusammen mit seinen Freunden interagiert um einen großen Bauernhof zu errichten und viele Gewinne zu machen.
Um bei diesen so genannten Social Games vorne mitspielen zu können, muss man allerdings einiges an Zeit investieren. Dies liegt daran, dass man auf der einen Seite nicht durchgehend spielen kann und auf der anderen Seite wirklich viel Interaktion mit den Freunden notwendig ist. Und wenn man mal „drin“ ist, dann ist da wirklich eine ernstzunehmende Suchtgefahr. Aufpassen muss man auf jeden Fall, wenn man sich gedanken darüber macht, zum Beispiel mal frühs kurz an den PC zu gehen, um die Stadt oder die Farm zu betreuen, oder noch schlimmer: Wenn man seinen Tagesablauf anfängt, danach zu planen, a la „Ich kann heute nicht um 15 Uhr, sondern erst um 16 Uhr weil um 15:30 Uhr meine Felder fertig werden oder ich meine Stadt verwalten muss“, dann ist die Grenze in die Spielsucht überschritten.
Wer aber verantwortungsbewusst spielt, der dürfte keine Probleme haben.

Ich mache es kurz, denn in Ausführlich wurden die Themen ja behandelt

Lokale Suchen
Goolge wird noch stärker als bisher auf Lokale Suchen setzen und die Ergebnisse vom Standort und dem Cookie und den letzten Suchen abhängig machen. Statt Links wird die Währung “likes” sein. Also bewertungen bei Qype nd ähnlichen Portalen

Mobile Suche
Man sucht mit dem Handy, natürlich lokal. Da kann man Crowsourcing machen: wer in der Gegend hat was gerade gesucht und was geklickt?

Facebook Fotosuche
Man macht auf einer Party ein Foto von einer beliebigen Person und lässt Facebook diese suchen. Vermutlich ganz einfach auszustellen in den Privacy Settings

Facebook around me
Man sieht welcher Facebook Nutzer um einen rum ist. Als Erweiterung zu dem bestehenden Places System. Spannend zum Beispiel in einer Kneipen-Meile

Meine Abendplanung war einfach: Bochum-Wuppertal-Hagen fahren. Sollte in einer guten Stunde gemacht sein, bei dem Wetter und Stau vielleicht auch zwei. Gegen 17.30 Uhr fuhr ich in Bochum los. Doch schon zur Autobahn brauchte ich 30 Minuten. Auf der A43 kam ich dann nicht weit. Kurz nach 18 Uhr Stand ich zwischen Witten-Heven und Sprockhövel. Und das sollte sich eine Weile nicht mehr ändern. Die Autobahn war voller Laster die Probleme hatten in der Steigung anzufahren, besonders wenn sie gerade stehen geblieben waren. Dabei lernte ich ein paar spannende Dinge. Laster haben heutzutage wohl häufiger drei Achsen unterm Trailer. Die vordere Achse kann man hydraulisch hoch fahren. Dann wir die Niveauregulierung genutzt um die hintere Achse auch in der Luft zu haben. Somit drückt der Trailer viel stärker auf die Antriebsachsen der Zugmaschine. Nach einiger Zeit lief das THW durch. Der Fahrer vor mir guckte freudestrahlend und erwartungsvoll aus dem Menschen entgegen. Er erwartete die aus dem Fernsehen bekannte Decke und Gullaschsuppe. Er bekam ein “Fahren sie bitte rechts rüber, wir kommen nicht durch!“. Der alte Mercedes (wenn ich das richtig verstehe eine Bergungsgruppe EGS mit THW 87961) bahnte sich mit Ketten den Weg durch die Autos und auch über die Böschung. Respeeeekt! Dann passierte erst mal nichts.

Irgendwann stieg ich aus und lief den Kilometer zum Stau Ende. In der Ausfahrt Sprockhövel stand ein Laster Quer, geradeaus zum Kreuz Wuppertal-Nord hatten sich ebenfalls Unfälle ereignen. Leid tat mir besonders der Herr hinter mir. Er hatte nur seine Ausfahrt verpasst, war dann in den Stau geraten. Die Batterie war alle und auch nach Starthilfe kam der Wagen nie weit. Der ADAC und die Polizei konnten nicht helfen. So folgte er der Empfehlung der Polizei und liess den Wagen stehen. Er lief die paar Kilometer nach hause. Nach zwei Stunden liefen die ersten Leute zur 2km entfernten Tankstelle um Essen zu holen. Ich lernte eine Menge netter Leute kennen und wir bauten einen Schneemann, schmissen ein paar Schneebälle und machten das beste draus. Nach 23 Uhr konnte ich dann die Autobahn verlassen. Das THW (Danke!) hatte die Laster weggeräumt. Erst um 0.30 Uhr war ich zuhause. Somit hatte ich einen Schnitt von unter 10 km/h. Da hätte ich auch laufen können.

Social Media wird zunehmend wichtig. Und wie so oft verlieren gerade die großen Unternehmen den Anschluss, sie sind zu unflexibel. Es gibt keine IHK Kurse dazu und keinen Studiengang – aber genau diese Dinge erachten viele konservative Unternehmer immer noch für wichtig.

Aber die ersten Piloten hatten keine Ausbildung, und die ersten Pyramiden wurden von Architekten ohne Universitären Abschluss gebaut.

Warum sollte man als Unternehmen Social Media machen?
Die Welt verändert sich dauernd. Die digitale Welt noch viel schneller als die reale. Während es in den 50ern reichte telefonisch erreichbar zu sein musste man schon Bald ein Fax haben. Später kam die Homepage dazu. All diese Entwicklungen wurden gerne in Frage gestellt. Aber würde heute noch jemand sagen das Internet ist ein Spielplatz für Nerds und Geeks? Oder dass man ein Fax nicht braucht, weil man ja einen Brief schicken kann? Eher dass man das Fax nicht braucht, weil man ja ein PDF per Email schicken kann. So löst eine Technik eine andere ab und andere ergänzen sich. Das Thema der Zeit ist Social Media. Dort wird über alles geredet. Wenn man sich nicht selber dort präsentiert, werden dort andere über einen schreiben. Und dann hat man keinen Einfluss mehr darauf. Die Gefahr dass die digitale Reputation im Eimer ist ist gegeben.

Social Media und SEO?
Am anfang der Suchmaschinenoptimierung musste man nur viele Keywords haben. Man hat an das Ende der Seite ein paar Absätze mit den Kesywords gepackt und gut. Doch Google orientierte sich am Menschen. Sagt der Marktschreier er habe günstige Äpfel, so glaubt man ihm bedingt. Sagen die anderen Leute er habe günstige Äpfel, so glaubt man ihnen. Also wurden links wichtiger. Sie sind die Empfehlungen des Internets. Doch Links kann man kaufen oder tauschen. Dieses Link-Spam Problem nimmt zu und wir sehen einen Umbruch: Suchergebnisse werden Lokaler und Onsite und offsite Faktoren verändern sich. Will man in den SERPs oben stehen, so muss man inzwischen in Blogs, Lokalisierungsdiensten und der ganzen digitalen Welt vertreten sein.

Natürlich bleiben!
Das Soziale Netzwerk ist ein freundliches und freundschaftliches. Gestelzte Formulierungen und gekünstelte floskeln sollte man sich sparen. Man sollte sich vorstellen, man erzählt einem neuen Kollegen worum es geht. Das “du” ist völlig ok und man kann auch mal ein paar Wörter ausholen um den gesamten Kontext zu erklären.

Firmen-Blog
Warum soll ich bloggen? Alles langweilig! Wirklich? Ist eine Buchhandlung spannend? Die Verkäuferin findet das vermutlich nicht. Dennoch ist das Berlin Story Blog sehr beliebt. “Behind the scenes” bzw. “hinter den Kulissen” ist das Stichwort. Es gibt etliche TV Formate die sehr erfolgreich zeigen wie ein Restaurant, ein Schuhladen oder sonst was funktionieren. Das geht in jedem Unternehmen! Man muss der Welt nur sagen, was man den Tag lang tut. immer mit einem Blick auf das komische oder Obskure. Man kann über die gängigen Buchversender für Buchhandlungen z.B. auch Sekt (in Bücherkisten versendet) bestellen. Lustig oder? Genau solche fun facts wollen die Leute lesen. Man muss es ein bisschen machen wie die Sendung mit der Maus oder Willy wills wissen. Was passiert in dem Unternehmen? Gibt es neue Produkte oder Standorte? Ein Jubiläum vielleicht? Und was sagt das über das Unternehmen? Wenn man viel über sich erzählt ist man mit sich selbst im Reinen und ist offen das kommt gut an. Schreibt man z.B. über den Angestellten, der seit 40 Jahren dazu gehört, so zeigt das dass man ein guter Arbeitgeber sein muss. Und mit der Zeit macht Bloggen einfach Spaß. Es ist keine Weltraumtechnik, man sollte es nicht zu kompliziert machen. Einfach jeden Tag 10 Minuten ein paar Zeilen schreiben und gut!

Facebook
Über 500.000.000 Menschen sind bei Facebook. Frage beantwortet? Nun mal im ernst: Ein Medium über das die ganze Welt miteinander vernetzt ist, bei dem alle großen und kleinen Unternehmen vertreten sind und das die Medienlandschaft seit Jahren beschäftigt kann nicht unwichtig sein. Facebook ist der Kanal über den man so dicht an seine Zielgruppe kommt wie nur selten. Leute müssen sich aktiv, aber sehr einfach, für das Informationsangebot entscheiden. Alle ihre Freunde sehen, dass sie das Unternehmen mögen. Das Unternehmen kann ganz einfach kurze Beiträge streuen und das Feedback abwarten. Crowdsourcing über eine große Gruppe von Leuten die gerne etwas sagen. Besser als jede Umfrage unter wirren Bedingungen.

Man braucht dort eine Fanpage und eine Custom url, damit man unter facbook.com/NAME erreichbar ist. Eine schöne Grafik rein, ein kurzer Text und dann kann man noch RSS Graffitti installieren um die Blog-Inhalte auch auf der Facebook-Fanpage angerissen werden und man Kommentare bekommt. Ansonsten sollte man einfach auf jedes Feedback schnell reagieren. Für Lob bedanken. Für Kritik bedanken und fragen wie man es besser machen kann. Hat man Dauernervbold (auch bekannt als Trolle) so kann man diese auch einfach mal anschrieben und ihnen sagen, dass es so nicht geht. oft genug haben sie dann keine Lust mehr, sie fühlen sich als Individuum wahrgenommen und sinsd nicht mehr Pseudo-Anonym.

Gowalla/Foursquare/Facebook Places/Google Places
Es gibt viele Lokalisierungsienste bei denen man einen „Ort“ anlegen kann. Man kann dort „Freunde“ haben und denen mitteilen was man tut. Man legt also z.b. sein Ladenlokal an. Ein Nutzer kommt mit einem Smartphone vorbei und sieht „ahh hier gibt’s Ennos Bude“ und loggt sich dort ein. Seine Freunde sehen also, dass er bei mir war. Dies weckt hoffentlich die Neugier, sich nach meinem Unternehmen zu erkundigen. Man sollte überall mit allen Filialen vertreten sein, beobachten muss man es kaum.

YouTube
Hier gilt das gleiche wie für das Bloggen: Natürlich bleiben und einblicke geben. Man kann Funktionen im Unternehmen vorstellen oder den Leuten sagen, was man auf dem Gelände alles zu bieten hat. Oder man beleitet einfach mal einen Mitarbeite einen Tag lang. Alles in der Art kommt gut an.

Und was ist mit StudiVZ, Myspace, wer kennt wen, …?
Nun was soll damit schon sein? Sie fristen ihr Dasein am Ende der digitalen Welt. Ich würde dafür keine Arbeit investieren.

Viel Arbeit?
Es geht. Man braucht einen Mitarbeiter der sich darum kümmert und weiss was er tut. Dem gibt man einen VDSL Anschluss damit er auch keine stotternden YouTube Videos erleben muss und gibt ihm etwas Zeit. Social Media ist Marketing, also bitte keinen schnellen ROI erwarten!

Ich mache es mir einfacher als RTL und mache den Rückblick durch Bloglinks.

Februar: Gravenreuth nimmt sich das Leben

März: Der eigene Cebit Stand

Mai: Urlaub in Rom und dem Vatikan

Juni: Die WM – für mich nur aus Admin-Sicht interessant

Juli: Die Alljährliche MoFaSiHü Motorradtour durch den Harz

August: Zwei Jahre sind rum und ich habe wieder neue Aufgaben

Ich las soeben einen guten Telepolis Artikel über den Mikrokosmos in Dagestan.

Auf der Hochzeit wurde hingegen unverdrossen weiter gezecht, wobei sich die Stimmung zusehends deftiger wurde. So fühlte sich ein awarischer Oberst ein wenig beleidigt, weil die US-Diplomaten nicht zulassen wollten, dass er ihren Wein mit Cognac verfeinerte, obwohl das doch “praktisch dasselbe sei”. Da der Oberst für die Terrorismusbekämpfung in Dagestan zuständig war, waren die Diplomaten jedoch geneigt, ihm das durchgehen zu lassen. Insbesondere, weil bislang jeder, der in Dagestan diese Aufgabe übernommen hatte, wenig später ermordet worden war.

Aber auch der Rest ist mehr als lesenswert ;)

Im laufe meines Lebens habe ich unzählige Interviews gegeben. Meist zu dem, was ich gerade Beruflich tat, selten zu anderen Dingen. Immer häufiger waren da Anfragen bei, bei denen man nicht einfach darauf hin reden konnte, sondern die Antworten wohl formulieren musste. Man muss bestimmte Aussagen rüber bekommen, man muss bestimmte Wörter vermeiden und es muss trotzdem gut klingen. Damit habe ich echt Probleme. Ich rede lieber so darauf hin. Was tut man? Man sucht sich jemanden der das kann. Vor kurzem fragte mich wieder jemand nach einem solchen Interview. Da musste ich passen. Richie hatte seit zwei Jahren alle meine Interviews beantwortet, was immer prima funktioniert hat. Ich ziehe mich also wieder auf die einfachen Dinge zurück :)

Meine Familie ist recht weitläufig und der Stammbaum geht viele hundert Jahre zurück. Immer wieder bekommt man aus den verschiedenen Teilen der Welt. So kam heute die Nachricht, dass mein Verwandter Frank Fenner aus Australien im Alter von 95 Jahren nach einem erfüllten Leben starb. Er erhält ein Staats-Begräbnis. Interessanter Punkt ist, dass er für seine Forschung im Kampf gegen Pocken und Malaria ausgezeichnet wurde. AN Malaria bin ich vor vielen Jahren erkrankt. So treffen sich die Themen wieder.