Prolog
An sich wollen wir dieses Jahr wieder eine Motorradtour fahren, durch Kroatien oder durch die Pyrenäen. Durch meine nicht all zu weitreichende Möglichkeit Urlaub zu planen schied aber Autozug als Anreisemittel der Wahl aus. Ein Gespann dafür mieten macht keinen Sinn und wie bisher mit dem Motorrad anreisen ist mit einem Supersportler nicht so einfach wie früher mit dem Tourensportler. Also back to basics und irgendwohin wo es warm ist. Mit einem Reise-Preisvergleich der Wahl suchten wir mit den groben Eckdaten. Raus kam Rom, eine knappe Woche. Anschließend noch aus dem Wust von Hotels eines suchen, dass einen guten Eindruck macht.
Tag 1
Gegen abend ging es in Düsseldorf los und wir landeten in Rom Leonardo DaVinci, mittem im Nichts.
Fast so Schlimm wie Münchens Franz-Joseph-Strauß. Auf dem Weg auf der Suche anch dem Flughafen Express Zug kamen wir an einem Busshuttle zum Hauptbahnhof “Termini” vorbei. Also nahmen wir den. Leider brauchte er gut 2 Stunden im Gegensatz zu 31 Minuten mit dem Zug. Aber wir hatten schonmal einen Eindruck was den Verkehr in Rom an geht. Da wird wilder gefahren als in Shanghai hatte ich den Eindruck. Von Termini aus waren wir schnell an unserem Hotel Marc’Aurelio Rom. Laut unserer Buchung hatte es 3 Sterne, vor Ort war es mit 4 Sternen ausgezeichnet. Unterm Strich würde ich sagen wie ein Ibis. Alles sehr sauber und ordentlich, ausreichendes Fürhstück. Kein Luxus, aber für so einen Trip total ok. Rundrum gab es Pizzabuden, eisdielen und Restaurants so dass das Abendessen gesichert war.
Tag 2
In aller Frühe machten wir uns auf den Weg ein bisschen die Gegen zu erkunden. Die ÖPNV Wochentickets für Rom kosten 16€, eine einfache Fahrt 1€, die Automaten laufen unter Windows.
Am Vatikan wollten wir eh vorbei also gucken wir uns die Schlange an. Direkt vorm Eingang des Vatikans war ein älterer Herr umgekippt und wurde reanimiert. Helfen konnte man da nicht mehr. Die Schlange endete kurz vorm Petersplatz, war also ca. 1km lang. Auf dem Petersplatz machten wir Pause und guckten uns das Volk an. Die Polizei fuhr dort mit einem Laborghini rum, jedoch nicht mit dem bekannten Gallardo, sondern mit einem Golf Kart.
Von dort aus ging es weiter zum Forum Romanum. Eine Pilgerfahrt für jeden Social Network Nutzer – das ist der Vorläufer von heutigen Foren. Der Eintritt beträgt 12€, dafür kann man zwei Tage lang (einmaliger Zugang) auf den Pallatin, ins Colloseum und ins Forum Romanunm. Neben vielen alten Steinen gab es dort vorallem viel Wasser, und das brauchte man bei 27 Grad in Schatten.
Nach zwei Stunden gegrillt werden auf Naturstein ging es rüber ins Collosseum. Beeindrucken, dass es vor 2000 Jahren schon Stadien für 300.000 Menschen gab. Und noch mit spannenderen Events als Fussball oder Hallenhalma. Aber man braucht eine ganze Weile um sich dort durch alles zu schieben, wenn man an einem Touritag da ist. So langsam machteauch mein kapputes Knie wieder zicken, da wir dauernd Treppen steigen mussten. Aber gelohnt hat es sich.
Wir wurden langsam Schlapp und begaben uns vorerst zurück ins Hotel, was keine schlechte Wahl war da es ein heftiges aber kurzes gewitter gab. Am Abend machten wir uns wieder auf die kleinen Gassen der römischen City zu erkunden. Dort gibt es etliche leckere Restaurants.
Tag 3
Heute wollten wir uns den Circus Maximus, den restlichen Teil vom Forum Romanum und den Pallatin angucken. Der Circus Maximus ist wenigs Spektakulär, zwei lange Bahnen mit Böschung. Aber früher war hier die Hölle los. Die Kaiser guckten sich Wagenrennen an und liessen die Konkurrenten ihrer Lieblingsteams hinrichten, wenn es zu knapp wurde. Als wir wieder ins Forum Romanum wollten stellten wir fest, dass das Ticket zwar 2 Tage gilt, aber nur für den einmaligen Zugang je Sehenwürdigkeit. Der Pallatin ist aber mit dem Forum verbunden, also nahmen wir den Zugang. Etwa 3 Stunden und 3 Liter Wasser später hatten wir alles gesehen. Bei dem Wetter konnte ich ohne Hemd, meine Har-Mütze und die in Porto erworbene Sonnenbrille nicht raus. Dazu kam regelmässiges Nachcremen mit Sonnenschutzfaktor 30. Aber dann ging es ganz gut.
Am Nachmittag sahen wir uns den Park um die Villa Borges an und chillten dort etwas zwischen schreienden Kindern und Hunden.
Was uns zum Glück für den Tag fehlte war Trastevere, der römischte Teils Roms. Dort wohnen die Ureinwohner die den Lebensstil den Goethe so hervor hob pflegen. Durch die engen Gassen fahre dort sehr kurze Busse.
Der Stadtteil ist ziemlich schön, hat unmengen kleiner Läden und Gassen, scheint aber inzwischen sehr touristisch orientiert zu sein. Das Essen war gut, um uns rum saßen aber auch nur Deutsche.
Tag 4
Wie die vergangenen Tage begann dieser Tag mit Magnesium, da unsere Beine schon argh angestrengt waren. Heute hatten wir uns die historische Hafenstadt Ostia vorgenommen. Auf dem Weg dahin fielen mir wieder die Schilder in der Metro auf. Ist das unten links das Balls-of-Steel Piktogram?
Durch die Verschiebung der Küstenlinie wurde diese Hafenstadt für Rom uninteressant und vergessen und ist super erhalten. Auf etwa 1km Länge und einer ordentlichen Breite sind ganze Straßenzüge, Thermen, Tavernen und ein Theater erhalten.
Einmal den Bogen gehen ohne alle Straßen zu sehen dauerte schon drei Stunden. Dabei kann man in einer 2.000 Jahre alten Taverne sitzen, Wandmalereien aus der Zeit ansehen oder im Badebecken einer Therme gucken wie damals so ein Abfluss verziert wurde. Wahnsinn!
Von Dort aus ging es wieder in die Innenstadt von Rom, keine Ahnung wo. Aber an sich ist es dort überall schön und es gibt sehr hübsche Brücken.
Am kommenden Tag wollten wir in den Vatikan. Der “Trick” den ich bei Roma Antiqua fand war: Per Inetrnet die Tickets kaufen. Dann kann man an der Schlange vorbei gegen 4€ Aufpreis.
Tag 5
Um 8.30 Uhr mussten wir im Vatikan sein, noch vor Öffnung der Museen. Nach 5 Minuten waren wir mit den online Tickets drin. Die Deckenmalereien und Bodenmosakike fesselten mich oft mehr als die Exponate.
In der ersten Stunde waren wir fast alleine, da sich scheinbar niemand für Etrusker interessiert. Danach ging es durch die ägyptische und römische Abteilung und letzten Endes natürlich in die Sixtinische kapelle. Ruhig war diese nicht, da in diversen Sprachen die durchsagen kamen, dass man ruhig sein soll. Wir schrieben noch 20 Postkarten und warfen diese in die Vatikanische Post.
Tag 6
Nach dem Auschecken brachten wir unser Gepäck zu Gepäckaufbewahrung in Termini. Diese ist bei Gleis 24 und sehr restriktiv. Neben dem Scannen des Gepäcks wird auch ein Ausweis kopiert. Das dauert natürlich etwas. Dafür konnte man in der Zeit bluescreens sehen.
Danach wollten wir in die Katakomben. Bis wir dort waren hatten diese leider zu. Also begaben wir uns zurück ins Zentrum. Dort sahen wir uns das Pentheon an. Von aussen etwa wie ein Bunker aus Backsteinen von innen aber sehr schön.
Von dort aus ging es langsam zum Flughafen und zu den diversen Schlangen dort. Ich fange nun schnell an AirBerlin Bonusmeilen zu sammeln, ich mag dieses Schlangestehen nicht.
Fotos
- Rom Tag 1 – Tag 3
- Rom Musei Vaticani
- Rom Tag 4 – Tag 6












