Botnets und ddos wenn man es gar nicht brauchen kann

Murphys law sagt ja schon, dass alles schief geht was schiefgehen kann. Im Zug informierte mich mein Handy, dass ein Server offline war. Alles nachforschen half nicht, das ganze Rechenzentrum war tot, mehrere Stunden. Es war wohl ein Stromausfall, zumindest war der Rechner neu gestartet. Anschließend hatte er eine irre Last. Beim Einloggen stimmte der host Key nicht mehr. Also erstmal mit dem Passwort eingeloggt, Apache gekillt, weil der die Last ausmachte und einen neuen sshd gebaut. Den auf einen anderen Port gebunden und weiter gearbeitet. Das ganze inzwischen auf einer Geburtstagsparty (also das volle Nerd Klischee mit Notebook auf der Party sitzend). Auf dem Server hatte sich inzwischen eine Drone in python eingerichtet welche ich mir noch angucken muss. Um den Apache ruhig zu stellen baute ich noch ein mod_evasive (da es kein Paket für gab) und ab da ging es ganz gut.
Die Drone benutzt unter anderem sipvicious und scheint einfach sip accounts zu bruteforcen.

Kaum beim Stück Kuchen angekommen meldete sich das Nagios wieder. Diesmal war die Last auf einem anderen Server unerklärlich hoch. Ein kurzer Blick in die Logs zeigte einen Syn flood zusammen mit einem dilettantischen http ddos. Sowas lässt sich mit syn cookies, mod_evasive und einem kleinen Script welches alle ip adressen blockt, die mehr als X syn_recv verursachen zum Glück schnell beheben.

Die Systeme stehen in keinem Zusammenhang zueinander, um so nerviger dass es beide am gleichen (Feier)tag trifft.

Weiterführende Links
The Pirarte Bay: Die DDos-Attacke der Finanzwelt | kostahansen.de
DDoS Angriff gegen Weltverband der Musikindustrie | Netzhappen

21.05.2009 | Kategorie: a geeks life | Als News Einstellen: Webnews

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