Porto – ein Wochenende in Portugal

Donnerstag
Nach der Party begann ein langer Tag. Zwei Partianer hatten ihren Autoschlüssel verbummelt, also fuhr ich zur besten Stauzeit nach Düsseldorf um sie von der OMD zu holen. Auch eine Suche im Les Halles brachte nichts. Allerdings war ein anderes Portemonnaie aufgetaucht von dem die Inhaberin ermittelt werden sollte. Wie der Zufall so spielt: Sie war die Freundin eines Freundes von mir und wir konnten ihre aktuelle Anschrift schnell ermitteln. Wieder in Bochum packte ich meine Sache zusammen, da es im Morgengrauen (bzw. gegen 2 Uhr) zu Flughafen gehen sollte. Da unklar war ob der Schlüssel noch auftaucht wurde ein Leihwagen organisiert. In der Zwischenzeit war der Ersatzschlüssel des Autos, welches noch vorm Les Halles stand, wieder aufgetaucht. So bekam ich zunächst ein leckeres Abendessen um dann erneut zum Les Halles zu fahren und den Wagen abzuholen. Dabei war ich die ganze Zeit mit Günters Auto unterwegs, welches ich noch vom Abend der Party da hatte. Kurz nach 2 Uhr waren wir dann am Büro und ich tütete das gefundene Portemonnaie ein. Da ich immer noch Hunger hatte holte ich mir noch schnell einen Döner, wir verteilen die Navis gleichmässig auf die Autos und fuhren los.

Freitag
Insgesamt zwei Red Bull, ein Liter Cola und eine Packung Dextroenergen hielten mich über die Fahrt wach. In Hahn war es unglaublich Kalt, aber wir waren ja bald im Terminal. Nachdem wir in der falschen Schlange standen ging es zum richtigen Terminal. Dort fiel mir im letzten Moment ein, dass ich das eingetütete Portemonnaie noch einwerfen musste. Also verliess ich die Pole Position in der Schlange und suchte einen Briefkasten. Anschliessend drängelte ich mich vor, musste noch alle Getränke wegwerfen und überlebte en Sicherheitscheck mit wenig Problemen. um 6:30 Uhr flogen wir gen Sonne und waren alle schon ziemlich Müde. Die engen Sitze im Flugzeug waren ziemlich egal gepennt habe auch ich irgendwie so ein paar Minuten. Für Porto war Regen angekündigt. Wir landeten im Sonnenschein bei ca 17 Grad, aber es sollte heisser werden.

Das Problem an diesem Party-Nachtfahrt-Marathon war, dass man irgendwann das Zeitgefühl verliert. Wir stellten im Hotel unsere Sachen ab und gingen erstmal Frühstücken. Das dauerte recht lange und man musste zusehen en Kellner zu erwischen wenn er mal zugegen war. Anschliessend bezogen wir die Zimmer und entscheiden uns eine Touri-Bustour zum Strand zu machen. Schon dabei schlief ich in der Lobby und im Bus immer wieder ein. Am Strand angekommen trafen wir auf einen Portugiesischen Bauingenieur, welcher in Kaiserslautern studiert hatte. Er lieh einen Volleyball aus mit dem die anderen spielten. Ich holte mir in der Zwischenzeit Sonnencreme und einen Hut. Anschliessend tourten wir nochmal mit dem Bus rum und genossen die Stadt. Porto ist wirklich spannend. Diverse Baustiele aneinander, viele verfallene aber nicht abgerissene Häuser. Man merkt, dass die beiden Weltkriege an diesem Ort kaum wirkten. Zurück im Hotel ging ich 30 Minuten ins Bett um dann Essen zu gehen. Während die meisten Leute sich danach in ihr Zimmer oder die Bar in der 17 Etage zurückzogen gingen wir zu dritt ein bisschen in der Stadt rum. Nachdem wir die Brücke eines Eifel Schülers passierten machten wir uns auf den beschwerlichen Aufstieg zum Fort. Eine sehr steile, kleine Gasse mit groben Kopfsteinpflaster zog sich ca 80 Höhenmeter. Oben wurden wir von einem Wahnsinnigen Ausblick über die Stadt und den Ort erwartet.

Gegen 0 Uhr gingen auch wir in die Bar in die 17. Etage. Am Morgen erwartete mich ca. 40 Stunden nach dem letzten Schlaf über 30 Minuten mein Bett.

Earthrace Trimaran - Biodiesel, Carbon free

Earthrace Trimaran - Bieodiesel, Carbon free


Samstag
Da es nur bis um ca. 10 Uhr Frühstück gab, trafen wir uns schon früh um den Tag zu planen. Zunächst sollte es nach downtown Porto gehen. Wir sahen uns diverse Läden an um anschliessend eine Bootstour zu buchen. Diese ging eine Stunde und führte uns unter den großen Brücken um Porto vorbei. Zur Zeit lag auch der Earthracer hier an der Promenade. Ein futuristischer Trimaran, welcher mit Biodiesel die Weltumrundete. Da meine T-Shirtplanung nicht hin kam kaufte ich ein Touri-Shirt sowie ein Handgemaltes Shirt eines Strassenkünstlers. Um diesmal besser mit allen in ein Restaurant zu passen hatten wir dieses vorbestellt, wurden dann gegen 22 Uhr aber nach und nach rausgeworfen, in dem um uns rum alles abgebaut wurde. Da nicht mehr alle durchgehend nüchtern waren, ein Teil aber auf das fort wollte teilten wir uns auf. Wir fuhren mit einer extrem Steilen 1-Kabinen Bahn zum oberen Teil der Stadt und überquerten die Brücke. Auf dem Fort wurden wieder die Kameras vollgeknipst und wir gingen zur Partymeile. In der einzigen Disco die wir fanden blieben wir, bis sie nach 5 Uhr geschlossen wurde. Da wir Hunger hatten suchten wir verzweifelt etwas Essbares, landeten aber um 6 Uhr im Hotel. Dort schlug uns die Rezeptzionistin vor, doch einfach bis 7 zu warten, dann gäbe es Frühstück. War ein guter Plan. Um sieben sassen wir mit Unmengen Rentnern im Frühstücksraum und schaufelten das Buffet rein um dann ins Bett zu fallen.

LAN Hotspot

LAN Hotspot

Samstag
Gegen 15:30 trafen wir uns in der Lobby wieder. Zunächst suchten wir eine Pizzaria zum Frühstücken auf. Da es regnete fielen Aussenaktivitäten aus und wir entschieden uns mit der historischen Strassenbahn zu fahren. Sehr klein und eng, aber sehr cool. Die lehnen der Sitzbänken können über die Sitzfläche geklappt werden um die Sitzrichtung zu ändern. jeweils an der Endhaltestelle wurden alle Sitze in Fahrtrichtung geklappt. Die Fahrerin nahm ihren Sitz und den Gashebel mit und ging zum anderen Führerstand. Die Zeit bis zum Abendessen überbrückten wir in der Bar in der 17 Etage. Da es nicht mehr regnete konnten wir am Fluss die Restaurants abklappern. Während das Essen in den Tagen davor eher durchschnittlich war landeten wir in einem richtig guten Restaurant. Wir nahmen ein 5 Gänge Menü, welches umfangreich und einfach exzellent war. Da wir alle zu voll waren um noch etwas sinnvolles zu tun gingen wir erneut in die 17 Etage, von welcher man auch bei dem Diesigen Wetter einen tollen Ausblick hatte.

Sonntag
Mitten in der Nacht wurde ich geweckt, packte meine Sachen und guckte noch ein bisschen mtv. Da ich Flughäfen nur mässig spannend finde muss ich nicht wirklich früh da sein. Da wir mit einem Billigflieger flogen bestand auch keine Notwendigkeit lange vorher am Terminal anzukommen. Ca. 40 Minuten vor Abflug kamen wir an, 30 Minuten vorher checkten wir ein. Freundlicherweise ist die Zollkontrolle in Porto in Frauen- und Männerschlangen eingeteilt. Die Frauenschlange brauchte ca. 4 mal so lang, da den Damen die Flüssigkeitsregelungen scheinbar unbekannt war und Unmengen Haarspray, Shampoo (im Flugzeug!?) usw. den Weg in den Müll fanden. Ich bekam eine kurze Leibesvisitation und mein Handgepäck wurde durchsucht und nochmals durch den Scanner geschickt. Alles aber freundlich und schnell. Da ich noch eine Dose Cola wollte (Billigflieger haben ja nur den teuren Getränkeverkauf) durchsuchte ich den Transitbereich nach einem Laden, der mir keinen Becher verkaufen wollte. Leider unterschätze ich die Distanz zum Gate dabei und war am anderen Ende des Transit Bereiches. Ich kam aber noch rechtzeitig und war als letzter Fluggast durch die Kontrolle. Draussen gab es eine Sintflut. Da wir nicht über den Passagier Ansaugschlauch ins Flugzeit durften, sondern über das Rollfeld war das sowas wie ein Problem. Dazu kam, dass dort Fahrzeuge rumfuhren und keine Schülerlotsen mehr da standen. Die ca. 50 Meter zum Flugzeug reichten aus um die Schuhe und das Shirt bis auf die Haut zu durchnässen. Dadurch, dass die Türen des Flugzeugen ungünstig zum Wind lagen war auch der vordere Teil des Flugzeuges geflutet. Im Einstiegsbereich standen 2-3 cm Wasser, welche sich ihren Weg zum Cockpit suchten. Also musste erstmal eine Reinigungskraft ran um diesen Misstand zu beseitigen. Das schlechte Wetter sorgte dafür, dass wir mit ca. einer Stunde Verspätung starteten. Kurz nach dem Take off musste dann noch einem man (mehrmals und nachhaltig) erklärt werden, dass er nicht im Steigflug in der Kabine rumlaufen darf.

22.09.2008 | Kategorie: Tour Berichte | Als News Einstellen: Webnews

5 Kommentare
  1. Porto - Ein Wochende in Portugal - Das deutschsprachige Portugal Forum meint:

    [...] Porto – Ein Wochende in Portugal Ungeschminkter Tatsachenbericht einer Party-Nacht-Fahrt Porto – ein Wochenende in Portugal | Ennos Testwelt [...]

  2. Ralf meint:

    Kann man also sagen, Du würdest jedem einen Besuch in Porto empfehlen ?!
    Ein Portueser

  3. I say Sorry » 3 Tage wach – Portugal Ausflug Fliks GmbH - Einfach mal Entschuldigen … meint:

    [...] kann sich wohl eher Gruppe I erinnern, aber die bloggen wohl auch nicht über so was, also muss Enno her, der trinkt ja auch nichts ist aber im Brandschatzen ganz groß, und deshalb hab ich ihn auch [...]

  4. ageek.de » Porto 2008 - Fliks in Portugal meint:

    [...] Bericht in Textform lasse ich mal bleiben, denn das habe Enno, Carsten und Scarlett schon vor mir [...]

  5. Über den Wolken … | Ennos Testwelt meint:

    [...] hat es ein einziges mal geklappt, dass alle mitreisenden alles Gepäck am Zielflughafen bekamen, in Porto. Einmal ging ein Triebwerk hoch und wir mussten umdrehen, einmal kamen wir beim Starten vom [...]

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