Was ist eigendlich mit dem Hacktrain dieses Jahr?” diese Antwort ist nciht ganz so einfach… Was passierte eigendlich? Nun da muss ich etwas weiter ausholen:


Damals.. es war 1998, betrat ich die heiligen Hallen des Berliner CCC. Es war ein offener Abend zu dem alle Leute kommen konnten. Viel konnte ich damals mit diesen Dingen dort nicht anfangen, aber irgendwie zogen sie mich in ihren Ban und ich kam ab und
zu vorbei. Ende des Jahres war es dann soweit: 15. Chaos Communication Congress – mein erster Congress. Ich war überwältigt von der Veranstaltung an sich, sowie den Leuten dort. Eine Mischung aus Genie und Wahnsinn mit basteltrieb in meinen
Augen – unantastbar, aber nett.

Ich verfolge das Treiben, fing an mich mehr und mehr mit Computern, den Möglichkeiten und dem Club zu befassen. So tief wie viele andere tauchte ich jedoch nie in die Technik Welt ab. Ich bin Tief genug drin, um zu verstehen was ich täglich brauche, aber noch eine Dimension von dem weg was ich im laufe der Zeit dort erlebt habe. Im laufe der Zeit versuchte ich auf allen offenen Maillisten mitzulesen und mich einzubringen, was in dem Club an sich aucch immer sehr gut möglich ist und begrüsst wird.

Lokal lernte ich in Bochum den Chaostreff kennen. Lustige leute alles zusammen.

Es kamen der 16. Congress, und der 17. ich wurde zum Engel (also Helfer auf dem Congress) und später zum Erzengel (versucht die Engel zu motivieren und zu koordinieren). Ich fuhr auf die kleineren Treffen und versuchte bei anderen Lokalgruppen wie dem Chaosdorf oder Hacktick verbei zu schauen und die Leute dort kennen zu lernen. Im laufe der Zeit lernt man so sehr viele nette,
interessante Leute kennen.

Irgendwann Stand dann der 19. Congress an. Zum 18C3 waren wir mit einem Gruppenticket (17 Leute) mit der DB gefahren. Das galt es zu toppen, also musste ein eigener Zug her: der Hacktrain

Über eine Bahn Newsgroup fragte ich rum, und fand scamp, welcher sogleich von dem Projekt begeistert war und sich sehr engagierte.
Nach einigen Mails gab es den Zug der Rheinhessischen Eisenbahn. Ein paar wenige Leute steckten viel Arbeit in das Projekt und es klappte. Die RHEB kam uns sehr entgegen, scamp realisierte die Homepage, Buchungssystem und an sich die ganze Fahrt. Es war ein etwas wackeliges Projekt, aber äusserst cool.

Bereits zu dieser Zeit gingen vielen Leuten die ständigen oft nahezu grundlosen Streitereien innerhalb des Clubs auf die nerven, aber irgendwie arrangeirte man sich damit. Nach und nach traten immer wieder Leute aus dem Club aus, oder waren einfach nicht mehr aktiv. “Man muss halt ein dickes Fell haben, wenn man im CCC was machen will” wurde mir immer wieder gesagt. Ja stimmt schon. Aber will man das? Will man sich ehrenamtlich engagieren um dann angemault zu werden? Oder möchte man sich Nächte um die Ohren schlagen um dann von einiges Leuten zu hören dass alleine die Idee die man hatte “Scheisse” sei oder man wieder auf den
Baum klettern soll, von dem man kam usw.? Ich denke eher nicht. Viele im Club fangen an, diese Sachen zu ignorieren, und ziehen Sturr ihr Ding durch. Ich habe aber auf dauer keine Lust dazu. Wieso sollen die, die etwas tun immer von denen die nichts tun angemault werden? So funktioniert das ganze nicht.

Nun gingen zwei jahr ins Land in denen ich mal mehr mal weniger mit Leuten aneckte. Teilweise auch privat mit Leuten die aber aus dem Club kamen u.ä.

In letzter Zeit hatte ich zwei grosse Diskussionen im Club. Die eine drehte sich im Kern darum, was der Berliner Club an aktivitäten hat oder nicht hat, die andere um die “Haecksen”, also die weiblichen Hacker die sich im Dunstkreis des CCC befinden. Die Diskussion
wurde teils recht hitzig, da ich auf meinen Standpunkt bestand und andere Leute auf ihren. Soweit ist das nichts neues bei diesen Diskussionen.

Doch Leute begannen mir sachen in den Mund zu legen, und andere begannen mich für die, mir in den Mund gelegnten, äusserungen verantwortlich zu machen. Es folgte ein Nazi vergleich (den ich beim Thema Berlin nicht ganz nachvollziehen konnte) sowie die anschuldigung, ich würde Rassenhass fördern (was ich bei beiden Themen nicht ganz zuordnen kann).

Ein paar wenige Leute mailten mich privat an, und fingen an die Dinge mit mir zu klären, wodurch ihr Standpunkt bei mir auch durchaus gut ankam, und meiner auch besser bei ihnen. Wir wurden uns nicht einig, aber wir verstanden einander
besser.

Anchliessend erhielt ich noch mehr böses feedback, bei dem mir noch mehr in den Mund gelegt wurde, ich hatte gar keine Lust mehr auf irgendetwas beim Congress. Ich sagte den Hacktrain ab, worüber auch Thinknerd berichtete. Wie in den Kommentaren zu sehen ist, wurden mir weiterhin Sachen in den Mund gelegt. Wie immer Anonym, manche Leute können nicht ein biscchen zu ihrer Meinung stehen. Das finde ich sehr schade. Ich weiss zwar, dass meine Meinungen teils eigen sind, dennoch würde ich mich deswegen nie verstecken.

Ich hoffe, dass dadurch nach zu vollziehen ist, wieso mir die Lust an diesem Projekt vergangen ist. Sorry an alle die sich schon gefreut habe, bis vor einigen Tagen tat ich dies auch noch.

Danke an scamp und die RHEB, die den Hacktrain überhaupt erst ermöglicht hatten.