CeBit Asia 2002

China, das Reich der Mitte. Dort isst man Hunde mit Stäbchen und spricht eine 5000 Jahre alte Sprache, so in etwa sieht der Europäer diese Welt. Doch wie sieht es dort wirklich aus? Im August 2002 trieb es mich nach Shanghai. Von Hunden im Restaurant keine Spur und weder Englisch noch Mandarin (traditionelles Chinesisch) wird hier besonders gut gesprochen. Es ist eine erzkapitalistische Insel im sonst so .roten. China. Mit fast 20 Millionen Einwohnern und einer wahnsinnigen Dynamik ist diese Stadt einfach atemberaubend. Einen Wolkenkratzer baut man in einem Jahr, und stampft ihn noch viel schneller ein. Der Transrapid fährt hier ab 2003, die Trasse wurde in nicht einmal einem Jahr gebaut.

Doch was gibt es hier sonst noch? Eine Menge Hi-Tech. Nicht nur das scheinbar jeder ein Handy in der Tasche hat und benutzt es selbstverständlicher als in Deutschland. Das Internet ist nicht so weit verbreitet, aber gerade in Shanghai enorm populär. So zensiert, wie man meint, ist es eigentlich auch nicht. Nur etwa langsamer. DSL ist auch hier auf dem Vormarsch, ein Anschluss kostet monatlich etwa 20 Euro.

Dass man hier eine Menge mit den Neuen Medien zu tun hat zeigt sich auch daran, dass es hier eine CeBit gibt: Die CeBit Asia.

Am 2. September öffnete die CeBit Asia zum zweiten mal im “Shanghai New International Expo Center”, kurz Sniec, die Tore. Mit einigermaßen viel Presse und mehr oder minder Prominenten. Zwei Tage später beehrte ich diese Veranstaltung mit meinem Besuch. Mühsam quälte sich das Taxi durch die Massen von Fahrzeugen die es auch dahin trieb. Links und rechts der Fahrbahn hängen rot-weiße Banner die einem den Weg weisen. Das Sniec besteht aus vier Hallen von geschätzten 20.000m² zusammen. Rund 500 Aussteller sollen sich dort tummeln. Draußen sind es über dreißig Grad, drinnen ist es auf unter 20 klimatisiert. Sehr angenehm, wenn man von draußen nach drinnen kommt. Aber ein ganz schöner Hammer, wenn man wieder raus will

Es gibt mehrere gut gekennzeichnete Schalter für Online-Frühbucher, VIPs und normale Gäste. Auch unangemeldet steht man nur etwa 5 Minuten an. Man muss ein Formular mit Namen, Anschrift und Grund des Besuches ausfüllen, dafür bekommt man auch ein nettes Umhängeschild mit Namen und einem dubiosen Strichcode. Der Eintritt beträgt 10 RMB (1.25 .). Es gibt im Netz allerdings Freikarten zum selber drucken.

Am Eingang wird der Strichcode gescannt und man kommt in die erste Halle. Diese ist nur zu 2/3 genutzt. Die meisten Stände sind recht klein, etwa 10m², Box an Box. Die größeren, mir meist unbekannten, Unternehmen haben in paar Prospekte und die obligatorische Visitenkarten-Box. Größere Unternehmen wie der Sponsor Panasonic oder der lokale Mobilfunkanbieter China Mobile haben Stände wie wir sie gewohnt sind, mit 2 Etagen, einer Menge Displays und bunten Texttafeln. Bei China Mobile ist ein Getränke-Automat aufgebaut an dem man mit dem Handy bezahlen kann. Ich versuche am Stand raus zu finden, ob und wie man mobil ins Internet kommt. Auf einer der (chinesischen) Tafeln lese ich .GPRS., davor hantiert eine junge Dame mit einem Palm-Handy, was ja schon mal vielversprechend aussieht. Ich frage sie, ob sie Englisch spricht. .A little.. Also versuche ich sie nach den Einwahldaten zu fragen. Nach ein paar Minuten erklärt sie mir, wie ich eine SMS verschicke. Anschließend kommen die Kollegen zur Hilfe, von denen zwar einer Englisch spricht, aber mein Problem nicht versteht. Es endet darin, dass man mir rät, am späten Nachmittag wieder zu kommen, wenn das Management da ist. So ergeht es mir an fast allen Ständen. Kaum jemand spricht englisch und wenn, dann meist nur sehr schlecht. Die meisten Broschüren sind chinesisch, nur wenige englisch. Deutschland hat einen eigenen Bereich .Made in Germany. und präsentiert sich mal wieder bestens. Am Stand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie begrüße ich den deutschen Mitarbeiter mit einem .Hallo., woraufhin er mich, den einzigen Kunden am Stand, zwar anguckt, aber scheinbar nicht in der Lage ist zu antworten. Bis ich den Stand verlasse, guckt er mich zwar an, aber es kommt kein Gespräch zu Stande. Auch gibt es keinen Kaffee und Kuchen, wie er uns auf der richtigen CeBit gereicht wurde

An einem Stand tanzen Menschen in Roboter Kostümen zu verhältnismäßig lauter Musik. Allerdings ist die die einzige live-Performance, die es zu geben scheint. Der Wechsel von Halle zu Halle ist ein kleiner Horrortrip. Nicht nur, dass man in den 30 Sekunden einen Temperatur unterschied von +12 und -12 Grad hat, dazu ist es drinnen wesentlich trockener als draußen. Etwa so, wie wenn man in ein Badezimmer kommt, in dem gerade geduscht wurde.

Halle zwei ist ganz genutzt und ich finde einen Stand mit Wavelan Artikeln. CF und PCMCIA, 11 und 22 MBit. Dazu drei gut Englisch sprechende Menschen, die mir viel erzählen können und mich weiter auf dem Laufenden halten wollen. Andere Stände präsentieren hier CAT5 Kabel, Krimpzangen und tragbare Freisprecheinrichtungen. Sachen die ich eher bei Ebay erwartet hätte. Auch hier spricht man nur chinesisch. Ein weiterer Sponsor, Intel, hat überall Lutscher ausgelegt. Immerhin etwas. Ein Vorteil gegenüber der großen CeBit ist die Verpflegung. Einen Halben Liter Eistee bekommt man hier für 6 RMB (0.75 .).

Die Dritte Halle ist ebenfalls nicht ganz genutzt. Hier finden wir einen einsamen Spanier an einem etwa 30 m² großen, und fast leeren, Stand. Er repräsentiert die spanische Regierung und muss da sitzen und lächeln, wie er uns verrät. Hinter ihm tummeln sich ein paar spanische Firmenvertreter, welche auch englisch sprechen.

Die vierte Halle beinhaltet einen riesigen Informationsstand sowie eine Bühne und ein Paar Sitzplätze, um die Gesandten der Sponsoren und Veranstalter zu hören.

Alles in allem hatte man also 2.5 Hallen mit 500 Ausstellern. Für 10 RMB allemal ein gutes Preis/Leistungsverhältnis, aber die Internationalisierung des ganzen war nicht so weit vorangeschritten, wie ich es mir erhofft hatte. Auch gab es keine bahnbrechenden Neuerungen zu sehen. Nach etwa 2 Stunden hatte ich jeden Stand gesehen und zog mit einer Tasche Infomaterial wieder von dannen.

Auch wenn diese CeBit nicht so spannend war, wie ich es mir erhofft hatte, so ist Shanghai doch immer eine Reise wert. Wenn man sich erstmal grundlegend zurecht gefunden hat bekommt man auch hier alles, was das Hacker-Herz begehrt. Vom chinesischen Essen ganz zu schweigen. Da tauscht jeder gerne die Tastatur gegen die Stäbchen.

20.09.2002 | Tour Berichte | | No Comments »

manual für Shanghai

ver 0.03 18-09-02 (unstable)

Disclaimer

Dieser Bericht beruht auf meinen Erfahrungen von etwa 5 Wochen Shanghai. Ich bin also kein Experte für Asien, sondern möchte den Leuten, die dort ein paar Tage (oder auch mehr) verbringen wollen einen groben Einstieg in das geben, was sie erwartet.

Als Umrechnungsgrundlage nehme ich den aktuellen Kurs 1:8. Dieser ändert sich zwar immer wieder, aber als Grundlage um sich Preise vorstellen zu können sollte es reichen.

Zahlen, Daten, Fakten

Shanghai (was im Chinesischen .an der See. bedeutet) liegt im Süd-Osten Chinas. Bis etwa 1840 war es ein kleines unbedeutendes Dorf am Huang Pu. Doch dann kamen die Briten. Ein Stadt mit großem, tiefen Fluss, dicht am Meer war genau das, was sie suchten. Schnell entwickelte sich das kleine Dorf zur Großen Handelsstadt, die sie bis heute ist. Auch wenn China inzwischen kommunistisch ist, so ist Shanghai immer noch die erzkapitalistische bastion(?) die es damals war. Nichts gibt es umsonst, alles ist verfügbar.

Mit einem Umsatz, so hoch wie Dänemark kann sich diese Stadt mit den global-citys Messen.

Zur Zeit leben etwa 16 Millionen Menschen dort. Dazu kommen 3-4 Millionen Touristen, Geschäftsleute und Arbeiter, die kommen und gehen.

Shanghai beherbergt etwa 20.000 Baustellen. Die Transrapid Trasse stand innerhalb eines Jahres. Einen Wolkenkratzer baut man genau so schnell. Arbeit ist billig. Deswegen arbeiten auch in kleinen Geschäften viele Leute.

Einwohner: ca. 20 Millionen
Fläche: 6340 km²
Baustellen: ~ 20.000
Wolkenkratzer: 1.700
Transrapid: 1
U-Bahn: 3

Straßennamen

Anders als im Deutschen haben die Strassen hier meist Zusätze: Nan (Süd), Bei (Nord), Xi (West), Dong (Ost), Shan (Berg), Zhong (Mitte). Da die Strassen hier meist sehr lang sind ist es ebenfalls gut die nächste Querstrasse zu wissen. (z.b. Jiangou Xi Lu / Urumqi Lu)

Verständigung

Anders als in anderen Großstädten kommt man mit Englisch nicht weit. Einige (meist junge Leute) sprechen es etwas, aber zu wenig als das man sich drauf verlassen könnte. Wer ein bisschen Mandarin spricht wird auch Probleme haben, da man in Shanghai einen recht eigenen Slang spricht. Dennoch muss man nicht verzweifeln. Die Shanghaier sind recht freundlich und kontaktwillig. Besonders wenn es um das Handeln in irgendeiner Form geht kann man mit Händen und Füssen recht weit kommen.

Adressen sollte man in chinesischen Schriftzeichen haben.

Speisekarten gibt es normalerweise auch in englisch.

Für alle fälle ist aber ein Taschenwörterbuch praktisch. Man bekommt vor Ort englisch-chinesische ab etwa 10 RMB (1.25 Euro).

Anreise

Die meisten Leute werden wohl mit dem Flugzeug in Pu Dong landen. Bei der Einreise muss man eine .arrival Card. ausfüllen (Name, Grund der Reise, Lokale Adresse). Man bekommt sie im Flugzeug und muss sie bei der Passkontrolle vorlegen. Die Einreise an sich geht recht einfach von Statten. Man stellt sich an. Ist man an der reihe legt man arrival card und pass vor. Eine Begrüßung kann man sich sparen. Sie interessiert keinen und wird nicht erwidert. Abwarten, bis man den Pass zurück erhält. Anschliessend kann man sein Gepäck holen und den Flughafen verlassen. Von dort aus nimmt man sich am besten ein Taxi. Dabei sollte man entweder einen Chinesisch beschrifteten Stadtplan mit Markierung oder die Zieladresse in Chinesischen Schriftzeichen mit sich Führern. Mit Englisch kommt man nicht weit.

Taxi

Am Flughafen sollte man darauf achten, dass der Taxifahrer einer ist. Also dass ein .Taxi. Schild auf dem Dach ist und ein Zähler vorhanden.

Auf dem Armaturenbrett auf der Beifahrerseite befindet sich ein beleuchtetes, rotes Schild. Ist dieses sichtbar, so ist das Taxi frei. Bei Fahrt Beginn wird das Schild runtergeklappt, der Zähler zeigt .10.00. und man hört einen Nadeldrucker drucken (für den Bon). Anschliessend sagt einem meist eine chinesische und anschließend eine englische Stimme mit was für einem Unternehmen man fährt.

“Hello Passanger. Welcome to Shanghai-Taxi. Our Number is 82 22 22″ (o.ä.)

Einen Englischsprachigen Taxifahrer bekommt man wohl kaum zu sehen (Wobei ich mal einen hatte der spanisch sprach). Also am besten einen bilingualen Stadtplan oder eine Adresskarte mit sich führen.

Taxis sind an sich günstig. Man Zahlt für die ersten 10 Minuten 10 RMB (1.25 Euro). Dann geht es im 1 RMB takt weiter. Übers Ohr gehauen wird man eigentlich nie (Ausnahmen sind die Leute, die ohne Lizenz und ohne Zähler fahren).

Als Taxi dient fast ausnahmslos der VW Santana (dem Passat ähnlich). Insgesamt scheint er den größten Teil der Zugelassenen PKW auszumachen.

Trinkgeld

Trinkgeld gibt man normalerweise nicht. Es wird meist nicht mal angenommen, also einfach lassen.

U-Bahn

U-Bahn Fahren geht an sich ganz gut. Es gibt drei Linien (1,2 und Perl line). Man zahl je nach Strecke 1-5 RMB (0.13-0.63 Euro). Am Bahnhof kauft man am besten am Automaten eine Karte mit dem entsprechenden Betrag. Anschließend muss man diese beim Betreten und beim Verlassen durch einen Automaten mit Drehkreuz ziehen. Löst man eine zu niedrige Karte ist der Differenzbetrag lediglich am Endbahnhof nach zu Zahlen. Zur Rush Hour kann es recht eng werden.

Bus

Bin ich selber nicht gefahren, sollte sich aber ähnlich wie U-Bahn verhalten.

Zu Fuß

Hier gilt das Prinzip der natürlichen Selektion. Wer zu langsam ist bleibt auf der Strecke.

Fußgängerampeln gibt es kaum. Hat man einen Zusammenstoß mit einem Auto, so ist man Schuld. Am besten man stellt sich zu den Einheimischen und tut es ihnen gleich, bis man sich so sicher fühlt, dass man selbstständig über die Strasse kommt.

Mit dem Fahrrad

Gar nicht erst probieren (und wenn, dann bitte einen Erfahrungsbericht senden)

Geld Wechseln

Man kann nicht bei jeder Bank Geld wechseln. Aber bei der “Bank of Shanghai” und “Bank of China” geht es an sich unproblematisch.

Elektronische Kommunikation

Handy:
Wer vor hat auf dem Handy erreichbar zu sein sollte sich eine lokale Pre-Paid Karte holen.

Man bekommt sie im Postamt und an diversen Ständen auf den Strassen.

Die Rufnummer kostet 100 RMB (12.50 Euro), dazu kommt Guthaben in 50 RMB (6.25 Euro) Schritten. Also ab 150 RMB ist man dabei. Ein lokales Gespräch kostet 0.60 RMB (0.08 Euro) pro Minute. Nach Deutschland ist man mit etwa 0.90 Euro je Minute dabei.

Mobiles Internet:
WAP gibt es, Zugangsdaten sind unbekannt.

GSM Einwahl geht über eine (nicht bekannte) hongkonger Nummer (9.600 bps).

GPRS ist in Vorbereitung. Informationen dazu sollte man sich in Deutschland besorgen

HSCSD ist nicht verfügbar.

chinamobil.com

Internet
Internet by Call gibt es einigermaßen Günstig, wenn auch Langsam. (Rufnummer: 8888, Benutzername: 8888, Passwort: 8888)

Essen und Trinken

Fast überall gibt es kleine Futterbuden in denen man alles mögliche zu Essen bekommen kann. Im Normalfall zahlt man für ein Essen etwa einen Euro. Getränke gibt es auch nahezu überall für 2-3 RMB. Die Qualität ist recht gut, der Geschmack auch. Es bietet sich an von allem mal zu probieren.

Für das gediegenere Essen bieten sich diverse Restaurants an. Man sollte jedoch vorher einen Blick auf die Preise werfen. Man kann zwischen 2 und 200 Euro pro Person ausgeben, je nach dem wo man isst. Als Faustregel gilt: Wo viele Chinesen Essen ist es gut und Günstig. Bei vielen Amerikanern gilt das Gegenteil.

Auch McDonalds, KFC u.ä. gibt es in Shanghai reichlich. Man Zahlt beim großen M für ein Menü (Burger, Pommes, Getränk, Ketchup) 16.80 RMB (2.10 Euro). Schmeckt wie in Deutschland und fast immer sind englisch sprechende Bedienungen da.

Handeln/Geschäfte

Auf den diversen Märkten kann man nahezu alles bekommen was man will. Allerdings wird von einem Erwartet dass man Handelt. Man sollte nicht mehr als die Hälfte des geforderten Zahlen. Gerade als Ausländer steigen die Preise. Die CD.s und DVD.s die gerne an der Huaihai Lu oder dem “Xiang Yang Clothes Market” angeboten werden (8-10 RMB) darf man allerdings nicht kaufen, das dies meist Raubkopien sind.

In den Geschäften tummeln sich schnell 4-5 Verkäufer um einen die einem auf Chinesisch alles mögliche anbieten. Wort der Wahl ist da meist “Bu” (=Nein).

In den Geschäften handelt man nicht. Hier sind es meist Festpreise.

Shopping Center

Eine Kreuzung mit vielen Shopping Centern gibt es an der Hengshan Lu. Egal ob Essen, Computerteile, Handys, Kleidung oder Spielsachen. Hier ist für alles gesorgt. Im Keller gibt es eine Spielhölle und diverse Stände mit essen. Für 20 RMB bekommt man ein Mittagessen mit Getränk und Nachtisch.

Im CarreFour (an der Yan An Xi Lu, Stadtteil Gubei) gibt es einen Supermarkt mit mehreren Ebenen in dem man auch mehr oder minder alles kaufen kann. CarreFour ist ein Französisch-Chinesisches Joint-Venture. Und das wohl einzige Supermarkt Joint-Venture, welches schwarze Zahlen schreibt.

Karaoke

Gibt es mehr oder minder Überall. Besonders zu empfehlen, aber nicht ganz billig, sind die Räume in .Party World.. Etwa 20 Quadratmeter, Leder Sitzecke, Großbild Fernseher und ein paar tausend Songs kann man hier abendweise mieten. 8-12 Leute finden in einem solchen Raum Platz.

Party World selbst ist ein großes Gebäude (etwa wie ein Hotel) in dem man Räume für diverse Feiern mieten kann.

Fernsehen

Man bekommt das Chinesische Staatsfernsehen CCTV 1-9 (5: Sport, 9: englischsprachige Nachrichten), den Spielfilmkanal HBO sowie Deutsche Welle.

Essen Bestellen

Es gibt wenig Möglichkeiten essen zu bestellen. Die nächste Futterbude ist aber meist nicht weit. Ein Pizza Bringdienst spricht englisch und hat eine Normale Pizza (Gold Medal) im Programm. Allerdings ist das nicht so einfach wie man denkt. Im Praxistest brauchten wir 8 Minuten um eine Pizza und einen Salat zu bestellen. Beim zweiten mal waren sogar zwei Anrufe fällig bis alles da war.

Shanghai New Pizza: +86 (21) 322 09 28

Gold Medal Pizza: Paprika, Salami, Schinken, Pilze, Zwiebeln, Oliven

30cm für 78 RMB, 38cm für 98 RMB

Garden Salad: Gemischter Salat für 28 RMB und 48 RMB

Ausgehen

An Möglichkeiten den Abend zu verbringen mangelt es nicht.

Es gibt Discos, Clubs, Karaoke-Bars und vieles mehr. Wenn man auf der Suche nach anderen deutschen in Shanghai ist gibt es ein paar Anlaufpunkte:

German Center:

In der Tong ji Universität (Si Ping Lu) gibt es das .German Center.. Dort kann man jeden Freitag Abend um 19:30 Uhr kostenlos einen Deutschen Film im Kino gucken. Früher da zu sein lohnt sich. Die Bedienungen im Cafe sprechen deutsch und man lernt schnell Leute kennen.

Face:

An der Rui Jin Er Lu,in einem Park gelegen befindet sich dieses Lokal, in dem man auf Amerikaner, Deutsche und Chinesen trifft. Besonderheit sind die .Betten. in denen man mit mehreren um einen Tisch liegen und das Treiben beobachten kann. Es gibt ein paar Snacks und eine Menge Getränke.

Sashas:

An der Hengshan Lu gelegen gibt es das .Sashas.. Eine Bar mit großem Biergarten. Englisch sprechende Bedienungen und Essen vom Grill. Nur die Pina Coladas sollte man nicht probieren.

Paulaner:

Paulaner ist in China eine taiwanische Marke. Denn Taiwaner haben den Namen für den Bereich Asien geleased. In der Nähe der Huaihai Lu, an der XXX Lu, liegt das Paulaner Brauhaus Shanghai. Zu recht üppigen Preisen bekommt man hier Schweinshackse, Sauerkraut und Paulaner. Eine phillipinische Band spielt dazu.

Gutes Futter

Gibt es in Shanghai nahezu überall. Ein paar Empfehlungen:

Mongolisch:

An der Urumqi Lu / Jianguo Xi Lu gibt es das .Ploughman Inn., ein gutes mongolisches Restaurant. Hier wird Karaoke gesungen, leicht bekleidete Damen tanzen zur Musik und jeden Abend gibt es ein Lamm. Für pauschal 98 RMB kann man sich nach herzenlust eine Schüssel mit Fleisch, Gemüse und Soßen mehrmals füllen. Dieses wird dann auf einer heißen Platte zubereitet.

Ente:

An der Huaihai Lu gelegen gibt es das Juan Ju De (“roasted Duck”). Hier bekommt man die traditionelle Pekingente und eine Menge anderer Köstlichkeiten. Für das Geschäftsessen kann man sich auch einen eigenen Raum geben lassen.

Juan Ju De ist die älteste und bekannteste Chinesische Trademark. Seit etwa 140 Jahren existiert dieser Name.

Sightseeing

Zu sehen gibt es in Shanghai eine Menge. Hier eine kleine Auswahl:

People Square:

Hier gibt es den Park, das Stadtentwicklungsmuseum das Shanghai Museum und das Theater.

Im Stadtentwicklungsmuseum gibt es unter anderem das größte Stadtmodell der Welt.

Das Museum ist nicht so überwältigend, der Park mit der unter ihm liegenden Promenade ist warscheinlich noch interessanter.

Bund:

Das Prachtvolle Huang Pu Ufer mit Blick nach Pu Dong (beleuchtete Skyline). Hier gibt es eine Menge Stände und, wenn man in die Strassen geht, eine Menge Geschäfte.

Eigendlich ein Muss für jeden Shanghai Besucher.

Pu Dong:

1990 War auf der Anderen Seite des Huang Pu nur Ackerland. 1995 Stand hier ein Viertel mit bis zu 500 Meter hohen Hochhäusern. Ein paar Shoppingcenter und gute Aussichtsplattformen sind neben dem Jin Mao Tower und dem Perl Tower die Hauptattraktionen hier.

Für 50 RMB kann man auf die Aussichtsplattform des Jin Mao (ca 400 Meter). Ebenfalls 50 RMB beträgt der Mindestverzehr, wenn man in der 67. Etage in das Cafe geht. Dieses ist jedoch nicht zu empfehlen. Bei einem Besuch gab es abgestandenen, trockenen Käsekuchen und lauwarmen Schwarztee.

Altstadt und Yu Yuan Garden:

In der “Altstadt” (welche seit etwa 30 Jahren steht) gibt es eine Menge kleiner Geschäfte sowie das Berühmte Teehaus in der Mitte eines Teiches. Direkt neben dem Teehaus ist der Jahrhundert alte Yu Yuan Garden, einer der ältesten und schönsten chinesischen Gärten.

Man kann sich hier durchaus ein paar Stunden aufhalten wenn man alles sehen will (was sich auch lohnt).

Tempel:

Sowohl der Jade Buddha Tempel (Anyuan Lu) sowie der Long Hua (Long Hua Lu) Tempel ist einen Besuch wert. Beides sind alte Tempelanlagen unter Staatlicher Führung in denen noch Mönche Leben und Arbeiten. Man hat die Anlagen in etwa 30 Minuten gesehen, sollte sich aber mindestens einen der beiden Tempel anschauen.

Mrs. Shoong:

An der Huaihai Zhonglu liegt die ehemalige Residenz der Mrs. Shoong. Neben dem Haus und dem Garten kann man einige der imposanten Autos sehen, mit denen sie fuhr.
Sie gehörte einer reichen Shanghaier Familie an und war mit SunYat-Sen verheiratet

Xu Lun:

Etwas abgelegen, an der XXX Lu, liegt die ehemalige Residenz des Xu Lun. Er ist einer der bekanntesten chinesischen Dichter und Denker des vergangenen Jahrhunderts. Seine Werke sind auch ins Deutsche übersetzt worden.

Eine Führung durch das Haus mit chinesischer Erklärung kostet 4 RMB und dauert etwa 10 Minuten.

Konsulat

Generalkonsul: Herr Dr. jur. Röhr

181 Yongfu Lu. Telefon: (21) 64 33

Mitbringsel

Wann immer man verreist erwarten die daheimgebliebenen eine Wiedergutmachung für die gute Laune und die gebräunte haut die man hat. Etabliert hat sich bei mir:

Mao Feuerzeuge, die beim Aufklappen “China ist rot” Spielen (10 RMB)

Uhr mit Mao der im Sekundentakt grüßt (15 RMB)

Kleine Seiden Taschen zum Umhängen (10 RMB)

Seiden Krawatten (10 RMB)

Glückbringer (Rote “Bommel”) zum aufhängen (10 RMB)

Am Zoll machen diese Sachen keine Probleme und müssen meines Wissens nicht deklariert werden. Lediglich das Gas muss vor Flugbeginn aus den Feuerzeugen gelassen werden. (Manche Airlines nehmen dieses sehr ernst).

Rolex, Mont Blanc, Nike

In den Schubladen der kleinen Läden findet sich so manches. Allerdings sollte man vorsichtig seit. Dass nichts davon echt ist, sollte selbstverständlich sein. Wenn man aber beim Zoll mit solchen Gütern erwischt wird sind sie oft weg.

18.09.2002 | Tour Berichte | | No Comments »

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