Mehr Artikel
Mein professionelles Blog gibt es unter Enno-Lenze.de

2013 waren rund 53 Millionen Fahrzeuge in Deutschland zugelassen. Davon 82.79% PKW und 7.66% Motorräder. An den Unfällen beteiligt waren zu 64.08% PKW und zu 4.84% Motorräder. Dadurch ergibt sich, dass 0.0082% der PKW einen Unfall hatten, aber nur 0.0067% der Motorräder. Das Unfallrisiko im PKW ist also 22% höher als auf dem Motorrad. Quelle: Kraftfahrtbundesamt.

Offsitebackups sind nötig, aber nervig. Und gerade für kleinere Büros sind große Setups nervig. Also nahm ich mir einen günstigen root-server mit RAID-1 (nachdem im Büro schon ein Raid 1+0 steht sollte das gut genug sein). Nebenbei hat man Unterwegs sehr schnellen Zugriff auf die Daten des Vortages oder eben langsam auf die aktuellen. Da die DSL Leitung alle 24h getrennt wird muss ein unerfolgreiches Backup automatisch fortgesetzt werde und das Script sollte für die verschiedenen User auf dem Fileserver funktionieren und auf der Kommandozeile einfach aufrufbar sein. Zusätzlich kann das NAS im Büro kein key-auth (ja wirklich nicht, man kann im Home keine Daten ablegen…). Aufgerufen wird es dann mit “backup.sh $ORDNER” Was bei rum kam ist das script hier

#!/bin/bash

### Settings
MAIL=’user@xxxx’
SSHPASSWORD=’geheim’
HOST=’bla.my.hostname’
SERVERPATH=’/mnt/pools/A/A0/’
### end

trap “echo Exited!; exit;” SIGINT SIGTERM
LOG=”/tmp/backup-$1″
MAX_RETRIES=50
i=0

echo “Backup for $1 started” | mail -s “Backup $1 start” $MAIL
false

while [ $? -ne 0 -a $i -lt $MAX_RETRIES ]
do
i=$(($i+1))
rsync -avz –exclude ‘.Trash*’ –partial -e “sshpass -p “$SSHPASSWORD ssh -l rsync” $HOST:$SERVERPATH/$1 ~/$1/ > $LOG
done

if [ $i -eq $MAX_RETRIES ]
then
echo “Hit maximum number of retries, giving up.”
fi

cat $LOG | mail -s “Backup $1 done” $MAIL

Inzwischen gibt es drei Blogs, in denen ich regelmäßig schreibe. Hier schreibe ich weiterhin meinen privaten Kram. Auf EnnoLenze.de schreibe ich ausführlicher und redaktionell bearbeitet zu politischen Themen, meist über die Piratenpartei. Und im Verlagsblog schreibe ich über Dinge im Verlag, Urheberrecht und ähnliches.

Im kommenden Jahr: Mehr Motorrad fahren

In diesem Blog habe ich im gesamten Jahr keine zehn ernsthaften Beiträge verfasst. Das habe ich früher manchmal an einem Wochenende geschafft. Aber es gibt wieder, was in diesem Jahr los war: Viel Politik und viel Arbeit. Nachdem ich vor etwa drei Jahren die Alles über Berlin GmbH gegründet hatte und einen Verlag und ein Ladenlokal aufgekauft hatte, gab es dort viel zu tun. Ebooks, Kassensysteme und Warenwirtschaft sind Themen, mit denen man sich viele Monate befassen kann. Dazu ein neues Büro ausbauen und beziehen und das Unternehmen klar ausrichten. Zusätzlich halte ich weiterhin Vorträge zu verschiedenen technischen und politischen Themen.

In meinem Ehrenamt für die Piratenpartei war auch genug zu tun. Zwei Bundesparteitage, Landesparteitage, zwei Wahlkämpfe und etliche Skandale standen auf meiner Liste. Dazu der Alltag als 2. Pressesprecher des Landesverbandes Berlin und einige Podien zum Thema Urheberrecht.

Damit es nicht langweilig wird, habe ich weiterhin mein Ehrenamt im Vorstand der Historiale und muss mich um das Historiale Berlin Museum und das Historiale Geschichtsfestival kümmern.

Dass dabei nicht mehr so viel Zeit für private Projekte (und somit berichtenswertes für dieses Blog) bleibt, ist dann wohl verständlich. Motorrad bin ich keine 10.000km gefahren, nur zwei Trainings gemacht. Das muss kommendes Jahr wieder besser werden. Immerhin hatte ich mir ein paar Tage Motorrad-Urlaub im Harz gegönnt, und im September ging es für eine Woche nach Israel, auch wenn das eher Sport und Bildung als Urlaub war.

Im kommenden Jahr steht wieder eines der großen Hacker-Camps in den Niederlanden an. Bei Observe Hack Make (OHM) 2013 bin ich co-coordinator des Infodesk Teams und werde sehen, was ich noch im Vorfeld machen kann. Im April wollte ich mit dem Motorrad durch den Balkan fahren. Nachdem ich 2009 dank einem kurzen Abstecher durch Kroatien kam, möchte ich es mir nun genauer ansehen, gerne auch die Nachbarländer.

Und dann blogge ich auch wieder mehr hier!

Israel Karte von TUBS

Ich werde in den letzten tagen immer wieder gefragt welchen Artikel man lesen oder welchen Film sehen soll um Israel, Palästina (und Gaza) zu verstehen. Aber mit einem Film oder einer Doku ist es wohl kaum erledigt. Zu lesen gibt es viele Laufende Meter Analysen, Dokus und ähnliches. An Filmen bringe ich hier eine Liste. Aber man sollte nicht zu viel erwarten. Danach hat man nicht wirklich verstanden was los ist, sondern man hat verstanden warum es so kompliziert ist. Auch kann man den Konflikt nicht ohne die Nachbarländer verstehen. An sich muss man mindesten die Länder im Dreieck von Ägypten-Iran-Türkei verstehen. Aber das ist ein sehr ambitioniertes Ziel. Nach tausenden Seiten lesen, etwa 100 Stunden gucken und einiger Zeit vor Ort habe ich einen überblick. Aber verstehen tue ich es davon noch nicht.

Anfangen kann man gut mit “The 50 years war: Israel and the arabs“. Danach kennt man die Akteure und zumindest die Geschichte seit der Staatsgründung Israels.

Mit “Exodus” hat man den sechsstündigen Epos über die Staatsgründung Israels. Ein Spielfilm, der einem die Sicht der dort lebenden Israelis zeigt.

Israel: Birth of a nation” ist eine Dokumentation, die etwa die gleiche Zeit abdeckt.

Mit “Palestine is still the issue” kommt man in die heutige Zeit. Es geht um den anhaltenden Konflikt und zeigt, warum auch nach 50 Jahren noch kein Ende in Sicht ist.

Um Gaza etwas zu verstehen kann man sich drei (halbwegs) aktuelle Filme ansehen. “Gaza Strip” zeigt das Leben von Kindern um 2000. “Death in Gaza” ist ein Film von James Miller, welcher die Kinder Gazas und die Beziehung zur Hamas zeigt. Er wollte einen zweiten film über Kinder in Israel machen, wurde aber (mit einer weißen Flagge in der Hand und als Journalist gekennzeichnet) von einem Israelischen Soldaten in Gaza erschossen. Am aktuellsten ist “Tears of Gaza” von 2010, welcher die aktuelle Lage zeigt.

Und es gibt noch drei Filme, welche einigermaßen zum Thema passen. Der Spielfilm “The syrian bride” erzählt die Geschichte einer jungen Frau aus den Golan Höhen, welche nach Syrien verheiratet wird. Sie gehört zu den dort lebenden Drusen, einer Religion, welche es (soweit ich weiß) nur dort und im nahen Syrien gibt. Durch die Besetzung und spätere Annexion der Golan höhen wurde zwischen die Dörfer eine Grenze gezogen.

Der Spielfilm “Lebanon” zeigt den Libanonkireg von 1982 aus Sicht einer Panzerbesatzung. Den gleichen Krieg zeigt der gezeichnete, teilweise biographische Film Waltz with Bashir.

Wenn ihr noch Filmtipps habt, sagt bescheid.

Motorrad fahren ist ein gefährliches Hobby, sagt man mir immer. Ich selber finde, dass es das ungefährlichste ist: Trips gen Gaza, Golan oder Irak sind die gefährlicheren Dinge – aber so oder so, es gibt sicherere Hobbies. Da ich gerade wieder einen Unfall hatte, bei dem ich mich schwer verletzt habe, ich mal wieder meine Versicherungen. Entscheidend ist da die Krankenversicherung, da bin ich zufrieden. Aber wenn es mich doch mal erwischt, ist die wiederum auch egal. Dann sollte ich aber niemandem auf der Tasche liegen. Beerdigungen kosten Geld, Trauerfeiern auch, einen Grabstein will man auch nicht aus Pappmaschee haben. Da kommen wir zu den Vorteilen einer Sterbegeldversicherung. Die Hinterbliebenen stehen schnell im Dilemma, sich selber finanziell zu ruinieren oder eine zu billige Beerdigung auszurichten. Und das, obwohl sie nichts falsch gemacht haben. Da ich immer dafür war, dass jeder die Kosten trägt, die er verursacht, sollte das auch beim Tod nicht anders sein. Will man also ein schönes Grab auf einem zentralen Friedhof, einen protzigen Grabstein und eine gute Abschiedsparty, sollte man eine Sterbegeldversicherung in Betracht ziehen. Diese ist nicht teurer als eine Single-Haftpflicht, hilft aber im Ernstfall mindestens genau so viel.

Zum anderen sollte man, wenn man älter wird, gefährliche Hobbies hat oder in den Krieg zieht, eh mal darüber nachdenken oder mit anderen reden, was in einem solchen Fall zu tun ist. Wie meine Kategorie „In Memoriam“ zeigt, stirbt doch öfter und unerwarteter, als man meint. Dann hat man auch noch die Chance, seinen Abgang selber mitzugestalten. Seebestattung, Feuerbestattung oder einfach in den Sarg? Noch vorher ein paar Organe spenden oder einen verrückten Brauch aus einem anderen Kulturkreis fordern? Legt einfach die Angst davor ab und befasst euch mal mit. Das Thema Beerdigung ist vielfältiger, als man meint.

Blick auf Quneitra

Quneitra

Ein Haus an der Israelisch / Jordanischen Grenze

Haus an der Grenze Israel / Jordanien

Eine Art Mülleimer für Bomben oder verdächtige Gegenstände in Jerusalem an der Grabeskirche.

 

Bomb Dropbox in Jerusalem

Bomb Dropbox in Jerusalem

Alien Shopping

Alien beim Shoppen am Coffee Annan nahe der Syrisch-Israelischen Waffenstillstandslinie. Nikon D7000 1/250, f8, ISO200

Kurdistan ist eine Gefährliche gegend. Nicht politisch vor Ort, sondern wenn man darüber schreibt. Ich habe im Vergangenen Jahr Kurdistan besucht. Dort war ich Gast von Siggi Martsch und habe einige Politiker und Militärs des Landes kennen gelernt, welche zum Barzani-Clan gehören. Nichts wildes soweit, würde ich meinen. Das Land ist schön und sehr interessant, Details bloggte ich bereits.

Aber alleine der Umstand, dass ich diese Reise genossen habe und gerne darüber rede entzürnt regelmäßig die Gemüter. Kurdistan ist ein Sonderfall: Ehemals ein Bundesland des Irak, aber inzwischen mit eigener Polizei, Armee, Visa und Regierung. Laut dem lokalen Einwohnermeldeamt ist es ein eigenständiges Land. Laut meinem Pass und den Stempeln dort auch. Als der Kurdische Präsident Masud Barzani kürzlich in Ankara war wurde er mit allen Ehren eines Staatsgastes empfangen, einschliesslich der hissung der kurdischen Fahne.

Regelmäßig teile ich auf Facebook Bilder aus der Gegend. So auch kürzlich eines vom Präsidenten und dem Militär. Wie so oft entbrannte eine Diskussion darüber, dass es Kurdistan nicht gäbe. Auch der Hinweis, alle Kurden seien Terroristen ließ nicht lange auf sich warten. Diesmal wurde ich nicht bedroht, aber auch das kommt regelmäßig vor. Ich lasse die Diskussionen einfach immer laufen. Nur wenn es in einen Bereich geht, der rechtlich Relevant sein könnte (Morddrohungen, Persönliche Diffamierungen usw.) gegen andere (mir stört es nicht besonders), lösche ich die jeweiligen Kommentare. Oft sehe ich aber das gleiche Muster: Die Leute schreiben sich erst in Rage, dann löschen sie selber all ihre Kommentare. Ich verstehe das nicht. Auch diesmal passierte genau das. Dennoch wurde auf einem anderen Profil darauf hingewiesen, dass ich meine Kurdistan würde existieren. WTF!? Ja tue ich. Zusätzlich erhielt ich eine Nachricht bitte die Nachichten der anderen löschen. Wieso sollte ich!?